Frankfurt/Oder (gla). Arbeitsagentur und Jobcenter gaben die aktuellen Beschäftigungszahlen bekannt.

„Die Dynamik ist etwas niedriger als in den vergangenen Jahren“, bedauerte Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Frankfurter Agentur für Arbeit während einer Pressekonferenz. Ursache könnte der Kälteeinbruch sein, der sich auf grüne Berufe und das Baugewerbe auswirkte, vermutet Freyer.
In Frankfurt (Oder) liegt die Arbeitslosenquote momentan bei 8,9 Prozent. Das bedeutet, 2.643 Menschen sind in diesem Geschäftsstellenbezirk ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 109 weniger als im Vormonat. Freyer empfiehlt Arbeitsuchenden Initiativbewerbungen, um mögliche Arbeitgeber persönlich zu überzeugen.
Der Geschäftsführer des Jobcenters Frank Mahlkow stellte eine Zunahme der Flüchtlinge im Leistungsbezug fest. Grund dafür seien hauptsächlich mangelnde Sprachkenntnisse. Daran scheitern auch viele Versuche, eine Ausbildung oder ein Studium aufzunehmen. Immer mehr junge Flüchtlinge versuchen daher, in Gastronomie oder Einzelhandel selbstständig zu werden. Das könne zu Verschuldung durch Mikrokredite führen.
Besondere Sorgen bereitet Frank Mahlkow der  hohe Anteil an Langzeitarbeitslosen. Dort bestehe die Gefahr, dass berufliches Wissen und Selbstvertrauen versiegen. Deshalb würde er ein „Modell favorisieren, das die Leistungsbezieher aus ihrer Isolation holt“.
Am Freitag, 13. April 2018 lädt die Agentur für Arbeit um 10 Uhr zu einem inklusiven Frühstück im Haus der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg in der Puschkinstraße 12b ein. Ziel der Veranstaltung ist, Jugendlichen mit Behinderung durch die Begegnung mit Unternehmern Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu vermitteln.