Eisenhüttenstadt (hn). Am letzten Aprilabend versammelte sich auf dem Hof des Löschzuges Innenstadt eine große Gästeschar, um mit den Kameraden der Einsatzkräfte und Jugendfeuerwehr und einem großen Feuer die Vertreibung der Wintergeister zu feiern.

Es war auch die große Stunde der Jugendfeuerwehr, deren Mitglieder beim Entzünden des Feuers, der Verhinderung seiner Ausbreitung und der Betreuung der Feuerschalen zeigen konnten, was sie gelernt haben. Seit dem Jahr 2008 veranstaltet der Löschzug am letzten Apriltag sein Maifeuer, in Absprache mit dem Bürgerverein Fürstenberg (Oder), der jeweils zum Osterfeuer einlädt.
Viele Besucher interessierten sich auch für die Technikausstellung. Die jugendlichen Floriansjünger waren ganz in ihrem Element, wenn es galt, die Ausstattung der Fahrzeuge zu erklären. Gegenwärtig sei die Jugendfeuerwehr eine starke Truppe, nicht nur hinsichtlich ihres Ausbildungsstan-des, sondern auch zahlenmäßig, so Löschzugführer Kai Hoßbach. Und immer wieder kämen neue Anfragen zur Mitgliedschaft. „Ganz super ist auch, dass es zurzeit mehr Mädchen als Jungs sind, die mitmachen“, findet Hoßbach in der Hoffnung, möglichst viele würden sich nach Vollendung des 16. Lebensjahres für den Truppdienst entscheiden. So bleibt die Jugendarbeit als ständige Bau-stelle ganz oben auf der Liste der Aufgaben. Aber auch Quereinsteiger zwischen 18 und 50 Jahren sind willkommen. Bevor das Feuer entzündet wurde, sind zwei Löschgruppen in Stellung gegangen, um die Rasenfläche um den Holzstapel herum nass zu halten und ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Gleichzeitig wies Sven Schönfeldt, Jungendwart der Eisenhüttenstädter Feuerwehr, Leonie Schmidt und Joanne Linstädt in die Handhabung des Gasbrenners, mit dem sie das Feuer entzündeten, ein. Er empfahl ihnen, dabei das Helmvisier herun-ter zu klappen, um sich vor der entstehenden Hitze zu schützen. „Die Jugendlichen sind immer mit viel Einsatz bei der Sache und ihre Mitwirkung wird auch von der Löschzugführung gewünscht“, erklärte Schönfeldt, Sie sorgen sowohl beim Oster-, als auch beim Maifeuer für die Sicherstellung des Brandschutzes und die Betreuung der weiteren Aktivitäten. Darüber hinaus gibt es für die Jugendfeuerwehr vielfältige Betätigungsmöglichkeiten innerhalb der Freizeitveranstaltungen und der Ausbildung, bei denen sie spielerisch an die Feuerwehrarbeit heran geführt wird. Einsatznahe Praxis- und Theorieausbildung, Einsatzübungen, Sommerlager und vieles mehr sorgen für spannende Erlebnisse mit großem Bildungseffekt. Dabei stehen auch die Förderung der Kamerad-schaft, des gegenseitigen Respekts und die Erziehung zum sozialen Miteinander und zur Teamarbeit im Mittelpunkt. „Bereits den Zehnjährigen wird beigebracht, wie in der Gruppe gemeinsam gearbeitet wird, wie man sich bei Verkehrsunfällen verhält und wie Verletzten geholfen wird“, berichtet der Jugendwart.
Zurzeit gehören 40 Kinder und Jugendliche zur Feuerwehr.