Ostbrandenburg (gla). Arbeitsagentur und Kammern möchten Pendler zurückgewinnen.

Gemeinsam werben die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Beschäftigung in der Region. Ziel ist es, mehr Fachkräfte für regionale Betriebe zu gewinnen, die Betriebe dadurch zu stärken und Pendelkosten zu reduzieren. „Jahrelang sind Arbeitnehmer aus Ostbrandenburg abgewandert“, sagt Jochem Freyer, Chef der ostbrandenburgischen Arbeitsagenturen. „Wir möchten mit der Kampagne unsere sich prima entwickelnde Wirtschaft unterstützen und allen, die Fern- und Tagespendler sind, bewusst machen: Ein Coming Home ist möglich.“ Laut einer Statistik der Agentur pendeln täglich 12.883 Menschen aus dem Landkreis Oder-Spree, 26.152 aus Märkisch-Oderland und 1.502 aus Frankfurt (Oder) zur Arbeit nach Berlin.
Michael Völker, bei der IHK Ostbrandenburg verantwortlich für Aus- und Weiterbildung, sieht Fachkräftemangel als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung. „Damit wächst der Druck auf die Unternehmer, selbst auszubilden oder zusätzliche Facharbeiter zu gewinnen“, so Völker. Freyer ruft Firmen auf, Beschäftigten Dauerarbeitsverträge, tarifnahe Löhne und Anerkennung zu bieten.
Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in der Region Ostbrandenburg Uwe Hoppe betont die Vorteile von Arbeitsplätzen am Wohnort: „In der Region kann unter anderem ein unnötiges, zeitfressendes Hin und Her sowie ein hohes Verkehrsaufkommen auf den Straßen vermieden werden.“
Seit Montag ist die Internetseite fachkraefte-ostbrandenburg.de online. Dort können Interessierte freie Jobs am Wohnort suchen. Vom 17. bis 19. Dezember 2018, informiert erstmals zwischen 16 und 18 Uhr eine Hotline über dieses Thema.