Eisenhüttenstadt (hn). Einen Vortrag der besonderen Art erlebten Gäste kürzlich im Club Marchwitza.

Es war ein Vortrag über einen gelebten Traum. Den hatte sich Kjell Siebke erfüllt. Der 37-Jährige gab sein Gewerbe auf, tauschte Bürooutfit gegen Radlerklamotten, ließ alles hinter sich und stieg am 14. März 2015 um 23.41 Uhr in die Pedale, um in mehr als 400 Tagen auf dem Fahrrad den Erdball zu umrunden.
Mit rund 60 Gästen teilte er seine Erinnerung und einzigartigen Erlebnisse nun im Club Marchwitza. An einer Weltkarte erläuterte er die Reisroute, machte Stopp in besonders interessanten Ländern oder an Orten, wo das Erlebte besonders außergewöhlich gewesen war.
Kjell Siebkes Reise war mit vielem Angenehmen verbunden. Der Eisenhüttenstädter musste aber auch Rückschläge einstecken. So stellte er bereits wenige Kilometer nach dem Start fest, dass er viel zu viel mitgenommen hat. Also hieß es, Zwischenstation bei der Oma einzulegen und Gepäck abzuspecken.
Aber dann konnte die Tour starten. Sie führte den Eisenhüttenstädter nach Österreich, über Bulgarien in die Türkei, in den Iran, nach Bagladesh und Myanmar, nach Thailand, Kambodscha und Vietnam und nach China. Die letzten vier Monate seiner Reise führten den 37-Jährigen durch die USA.
Am 9. Mai 2016 um 11.11Uhr endete die Reise für Kjell Siebke dort, wo sie begonnen hatte.
Für die Anekdoten, über die er in seinem gut zwei Stunden dauernden, gestenreichen Vortrag zu berichten hatte, gab es viel Beifall. Die Besucherinnen und Besucher zollten dem jungen Mann Bewunderung für seinen Mut, sich diese Auszeit zu nehmen, den Traum gelebt zu haben und seine Erfüllung nicht ein Leben lang auf später zu verschieben.
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