Frankfurt (Oder), OT Güldendorf (daf). Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Oberschule „Heinrich von Kleist” präsentierten ihr Endergebnis zum Projekt „Spurensuche 2017”.

Im Beisein der AWO-Geschäftsführerin Peggy Zipfel, der Ortsvorsteherin Brunhild Greiser, der Projektleiterin Rita Barck von der AWO, Frank Hühner von der Koordinierungs- und Fachstelle Lokale Partnerschaft für Demokratie – Frankfurt (Oder), der das Projekt finanzierte und Gerhard Hoffmann vom Bund der Antifaschisten präsentierten die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Anne-Katrin Herzog ihr Projekt. Dabei beschäftigten sich die Achtklässler mit Themen wie Opfer-Täter im Nazi-Regime, Geschichten in den Konzentrationslagern, Antirassismus, Toleranz und Demokratie.
Richtig angefangen hat das Projekt am 14. September 2017 mit dem Besuch der Gedenkstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft”. Anfang Oktober 2017 hat die Klasse dann mithilfe eines Kuchenbasars Geld eingenommen, um die Gedenkstätte in Güldendorf, das Krankensammellager - zu besuchen und auch zu pflegen. Weiterer Höhepunkt war die Reise zur Gedenkstätte Sachsenhausen. Mit Fotos und selbst erstellten Plakaten zeigten die Kinder nun ihre Resultate. „Wir hoffen, dass auch andere Schüler solche Projekte durchführen können”, sagte Klassenlehrerin Anne-Katrin Herzog im Anschluss.
Peggy Zipfel erhielt eine Dankeschönmappe mit allen Ergebnissen und Erinnerungen. Aber auch die Schülerinnen und Schüler wurden für ihr Engagement und ihre Arbeit mit einer Urkunde und einem Buch von Gerhard Hoffmann „Konzentrationslager Buchenwald 1937-1945: Kleines Lexikon” bedacht. Gerhard Hoffmann, der die Jugendlichen beim Projekt begleitete, hatte auch ein paar Schlussworte parat. So gab er zu, dass anfangs noch eine gewisse Distanz zueinander herrschte, die aber im Laufe der Zeit verschwand. Er bedankte sich bei den Schülern und lobte ihre Arbeit als „sehr diszipliniert”.
So ähnlich kommentierte auch Schülerin Annabelle Altos die Projektvorstellung: „Oh, was kommt jetzt auf uns zu?”, fragte die 16-Jährige, als sie vom Projekt erfuhr. Die Meisten seien ihrer Ansicht nach „abgeturnt” gewesen. Doch nach und nach haben sich die Mitschüler mit dem Projekt angefreudet, „mehr mitgearbeitet und hatten mehr Spaß”, so Annabelle weiter. Jetzt heißt es, der Klasse die Daumen zu drücken, denn wie Annabelle mitteilte, bekommen die Schüler für dieses Projekt im Fach Geschichte eine Zensur.