Bad Saarow (eb/gla). Die  Radiojodtherapie-Patienten der Klinik für Nuklearmedizin haben im Klinikum Bad Saarow die Möglichkeit, während ihres stationären Aufenthalts einen kleinen Patientengarten zu nutzen.

„Die frische Luft genießen und laue Sommerabende im Freien verbringen – dieses große Privileg haben unsere Radiojodtherapie-Patienten in unserem klinikeigenen Patientengarten“, erläutert Professor Dr. med. Stefan Dresel, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin im Klinikum Bad Saarow. Dass Radiojodtherapie-Patienten überhaupt die Station verlassen dürfen, ist ansonsten nicht gestattet, denn aufgrund des Strahlenschutzes von Mitmenschen und Umwelt müssen sie etwa fünf Tage auf einer speziell ausgerüsteten Station verbleiben.
Warum das so ist erklärt Chefarzt Dr. Dresel wie folgt: „Die Radiojodtherapie ist eine Sonderform der Strahlentherapie, bei der dem Patienten radioaktiv markiertes Jod in Form einer Kapsel verabreicht wird. Das Jod wird dann über die Blutbahn verteilt und von den überaktiven Anteilen der Schilddrüse aufgenommen. Während dieser Zeit geht von dem Patienten eine erhöhte Strahlung aus“.
Ferner betont der Chefarzt: „Wir setzen die Therapie mit großem Erfolg bei gut- oder bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse ein, um krankhaftes Schilddrüsengewebe zu zerstören und können zumeist mit einer einzigen Therapie die Patienten heilen“.
Mehr als 12.500 Patienten mit Schilddrüsenfunktionsstörungen wurden bislang in der Bad Saarower Klinik für Nuklearmedizin mit radioaktivem Jod behandelt. Die im Jahr 2010 neu gebaute Klinik ist mit Ein- und Zweibettzimmern mit Dusche und Toiletten sowie großen Fenstern ausgestattet. Nun können Patienten ins Freie.