Ostbrandenburg (eb/geh). Um Fundstücke aus dem Stasi-Archiv geht es am Donnerstag, dem 23. November 2017 in der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU).

Eine Streichholzschachtel mit vermeintlichem Urangestein, ein Briefumschlag mit „Hetzbuchstaben“, ein fehlerhaft produzierter Kronkorken - in vierzig Jahren hat das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR einige kuriose Beweisstücke beschlagnahmt. „Im Stasi-Unterlagen-Archiv verbergen sich oft ungewöhnliche Schicksale”, so Andrea Woitschack von der Frankfurter BStU-Außenstelle. Gegenstände geben besondere Einblicke in die Arbeit des MfS, in den Eigensinn der Menschen und in den Alltag der DDR. Dr. Philipp Springer, Mitarbeiter des Bundesbeauftragten spricht über sein neues Buch „Verschluss-Sachen. Dokumente, Fotos und Objekte aus dem Archiv der Stasi”. Aus jedem Jahr des Bestehens des Staatssicherheitsdienstes bislang noch unbekannte Archivalien aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv zusammen getragen - insgesamt vierzig Stück. Der Vortrag beginnt um 16 Uhr. Bereits ab 15 Uhr können sich Interessierte zu Akteneinsichten beraten lassen. Dazu muss der Personalausweis mitgebracht werden. Nach dem Vortrag - gegen 17.15 bis zirka 18 Uhr findet eine Archivführung statt.
Die Frankfurter Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit ist in der Fürstenwalder Poststraße 87 zu finden.