Fürstenwalde (eb/geh).  Der Behindertenbeirat der Stadt Fürstenwalde (Spree) und die Lokale Agenda 21 laden am Dienstag, dem 2. Mai 2017 um 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in den Festsaal des Alten Rathauses ein. Der Landesbeauftragte des Landes Brandenburg für die Belange behinderter Menschen, Jürgen Dusel, hat den Entstehungsprozess des neuen Bundesteilhabegesetzes kritisch auf Bundesebene begleitet. In einem Vortrag wird er seine Tätigkeit im Gesetzgebungsverfahren und seine Position zum Gesetz erläutern. Im Anschluss an seine Ausführungen können Fragen gestellt werden. Gleichberechtigte Teilhabe setzt voraus, dass alle Menschen - ob mit oder ohne Behinderung - die gleichen Chancen haben, um am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen zu können, so Peter Apitz vom Organisationsteam.
Die bislang greifende Eingliederungshilfe (SGB XIII, § 53, Abs.3) stellte jedoch keine tatsächlich gleichberechtigte Teilhabe her. Deshalb vereinbarten die Regierungsparteien, ein modernes Teilhabegesetz zu schaffen, das die Betroffenen aus dem bisherigen „Fürsorgesystem“ herauslöst. Der Bundesrat hat am 16. Dezember 2016 dem neuen Bundesteilhabegesetz zugestimmt, so dass das Gesetz zum 1. Januar 2017 stufenweise in Kraft getreten ist. Für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, besonders wenn sie Assistenz benötigen, ergeben sich daraus wichtige Veränderungen. So zum Beispiel in den Bereichen Einkommen und Vermögen, Mitwirkungsrecht von behinderten Menschen in Betrieben oder der Wahl der Wohnform und des Wohnortes.