Oder-Spree (eb/geh). Ab dem 1. September 2017 können Fahrzeughalter aus insgesamt vier Unterscheidungskennzeichen für ihr Auto wählen.

Neben dem bekannten Kennzeichen „LOS” können zukünftig auch die Kennzeichen „BSK”, „FW” und „EH” wieder verwendet werden. Das kündigte Landrat Rolf Lindemann im Kreistag an. Er greift damit einen Wunsch auf, den viele Bürgerinnen und Bürger immer wieder an die Kreisverwaltung herangetragen haben. „Ich habe mich deshalb entschlossen, das Genehmigungsverfahren auf der Landes- und Bundesebene einzuleiten”, sagte der Landrat. Zwischenzeitlich seien alle Voraussetzungen für die Wiedereinführung der Altkennzeichen zum 1. September erfüllt. Auch die Online-Reservierung von Wunschkennzeichen mit den begehrten Buchstabenkombinationen „BSK”, „FW” und „EH” sei ab Anfang September möglich.
Die Kennzeichen „BSK” (Beeskow), „FW” (Fürstenwalde) und „EH” (Eisenhüttenstadt) wurden im Rahmen der Kreisgebietsreform im Jahre 1993 durch das einheitliche Unterscheidungskennzeichen „LOS” ersetzt. Die Altkennzeichen wurden als auslaufend deklariert. Aus dieser Zeit sind noch 1.688 Fahrzeuge mit „BSK”-Kennzeichen, 2.185 Fahrzeuge mit „FW” und 1.543 Fahrzeuge mit „EH” zugelassen. Eisenhüttenstadts Bürgermeisterin Dagmar Püschel zeigte sich erfreut über die Entscheidung des Landrats. Lang habe sie um das EH-Kennzeichen gekämpft. In einer Pressemitteilung aus dem Eisenhüttenstädter Rathaus heißt es: „Mehrmals hatte sich Bürgermeisterin Dagmar Püschel in der Vergangenheit an den damaligen Landrat, Manfred Zalenga sowie an das Land Brandenburg gewandt und um ein positives Votum zur Wiedereinführung des EH-Kennzeichens gebeten. Doch es folgten nur abschlägige Antworten”.
Die Bürgermeisterin meint: „Das EH-Kennzeichen unterstützt bei der Vermarktung der Stadt, insbesondere des architektonischen Flächendenkmals Planstadt Eisenhüttenstadt und ist ein Beitrag dazu, das mit Hilfe der Städtebauförderung sanierte Stadtgebiet einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Zudem wird das EH-Kennzeichen einen Beitrag dazu leisten, den Wirtschaftsstandort als Teil des Regionalen Wachstumskerns Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt bekannter zu machen”. Ausschlaggebender Punkt, der die Diskussion zur Einführung der Altkennzeichen ins Rollen gebracht hat, war laut Pressemitteilung eine Umfrage der Hochschule Heilbronn im Jahr 2010. 64 Prozent der Bürger hatten sich damals für die Wiedereinführung des EH-Kennzeichens ausgesprochen. In einer Onlineumfrage der Stadt Eisenhüttenstadt waren es sogar 77 Prozent.