Eisenhüttenstadt (hn). Dass Lehrlinge bei Marktkauf eigene Projekttage organisieren und gestalten, gehört ja nun schon genauso zum Unternehmen, wie das große grüne „M“.

Die jungen Leute hatten sich die Vermeidung von Plastikmüll auf ihre Fahne geschrieben. „Eine tolle Idee“, wie so mancher Kunde bemerkte. „Unser U21-Projekt beinhaltet, alles für die Umwelt zu tun“, erklärte Yves Wienke, frisch gebackener Einzelhandelskaufmann. „Das begann am Montag mit dem Verteilen von Mehrzweckbeuteln für Obst und Gemüse an die Kunden, um sie von der Verwendung der Plastiktüten abzuhalten.“ Ein weiterer Teil des Konzepts besteht in der Nutzung von wiederverwendbaren Mehrzweckdosen, die zum Beispiel beim Einkauf von Fleisch- und Wurstwaren zur Anwendung kommen könnten sowie der Nutzung von Mehrweg-Kaffeebechern statt der bisher üblichen Einwegbecher aus Plastik oder Pappe.
Doch auch beim Warenangebot gibt es umweltkonforme Einkaufsmöglichkeiten. Dies zeigten die Azubis mit dem Verkauf von Backfisch aus nachhaltiger Fischerei. Dazu gab es das passende Brötchen - ein Bio-Schrotling. Ebenso kamen die Kunden in den Genuss von Bio-Pizza und -säften.
„Diese Aktion wird von der Konzernführung veranstaltet, weil heutzutage wenig auf die Umwelt geachtet wird und der viele Müll sie beeinträchtigt“, so Wienke. Im Übrigen sei festzustellen, dass ein großer Teil der Kunden bereit ist, das Mehrwegkonzept anzunehmen - sowohl bezüglich der Stoffbeutel, als auch der Mehrzweckdosen. Wobei die Akteure auf die Vorbildwirkung setzen und die Kunden zunehmend bereit sind, weniger Müll zu produzieren.
„Diese Aktion kommt bei den Kunden gut an“, ergänzte Julius Hausmann. Zur Vorbereitung wurden Plakate angefertigt und in der Stadt aufgehängt und schon am ersten Tag der Azubi-Aktion 400 kostenlose Netze verteilt. Wenn es auch ein paar Kunden gab, die äußerten: „Ihr könnt eh’ nichts ändern“. Die Marktkauf-Lehrlinge bleiben weiterhin optimistisch, denn irgendwo müsse angefangen werden.