Strausberg (eb/geh). Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt hat einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 9,8 Millionen Euro an das Krankenhaus Märkisch-Oderland übergeben.

Die Summe setzt sich aus Fördermitteln des Krankenhausstrukturfonds in Höhe von 4.902.293 Euro und Landesmitteln in gleicher Höhe zusammen. Brandenburg nutzt den Strukturfonds des Bundes für Umbaumaßnahmen an den Kliniken und beteiligt sich dabei mit erheblichen Mitteln. Hartwig-Tiedt: „Wir schaffen damit bedarfsgerechte medizinische Angebote und sichern die Lebensqualität der Menschen auch in den ländlichen Regionen Brandenburgs. Denn die Krankenhäuser stehen vor erheblichen Herausforderungen. Der wirtschaftliche Druck, der technische Fortschritt in der Medizin und die demographische Entwicklung haben unmittelbar Auswirkung auf die Gesundheitsversorgung. Das Krankenhaus Märkisch-Oderland ist ein gutes Beispiel dafür, dass Kliniken und Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft in der Lage sind, diesen vielfältigen Herausforderungen gewachsen zu sein“.
Ziel der Fördermaßnahme am Krankenhaus Märkisch-Oderland ist die Bündelung der auf zwei Standorte verteilten Kompetenzen und Ressourcen. An beiden Standorten - in Strausberg und Wriezen - sind Umbaumaßnahmen geplant. So sollen beispielsweise die orthopädischen beziehungsweise internistischen Leistungen konzentriert werden.
„Die geförderte Umbau-Maßnahme ist von großer Bedeutung für die gesundheitliche Versorgung hier im Landkreis Märkisch-Oderland, da sie ermöglicht, die Strukturen unserer Krankenhäuser den in den letzten Jahren stark veränderten Anforderungen anzupassen und eine wohnortnahe Versorgung der Menschen auch im ländlichen Raum zu sichern. Die Fördermittel ermöglichen es uns, diese erhebliche Umstrukturierung finanziell stemmen zu können“, sagte Geschäftsführerin Angela Krug während der Übergabe der Fördermittelbescheide. Das Krankenhaus Märkisch-Oderland sei ein gutes Beispiel dafür, dass in Brandenburg nicht die Schließung von stationären Einrichtungen im Fokus steht, sondern die Umwidmung und Verzahnung von ambulanter  und stationärer Versorgung sowie die Konzentration von stationären Leistungsangeboten, so die Staatssekretärin. Sie erklärt: „Das Bund-Länder-Programm zum Strukturfonds bietet dafür zusätzliche Chancen zur Zukunftssicherung der Krankenhäuser“.
Ziel der Arbeit der Landesregierung sei auch weiterhin die flächendeckende gesundheitliche Versorgung in Brandenburg, deren Anker die Krankenhäuser sind, heißt es in einer Pressemitteilung. Für neue Wege in der Versorgung werden auch Bundesprogramme wie der Strukturfonds genutzt.