Landkreis Märkisch-Oderland. Landrat Gernot Schmidt wendet sich in einem Grußwort an die Leserschaft.

„Liebe Leserinnen, liebe Leser, ein ungläubiger Blick in den Kalender verrät, dass sich wieder einmal ein Jahr dem Ende neigt. 2018 war ein ereignisreiches Jahr.

Die erste große Neuerung betraf die Abfallsammlung. Ab Januar erfolgte die Berechnung des Hausmülls im Landkreis nicht mehr wie bisher nach Gewicht, sondern pro geleerter Abfalltonne. Ebenfalls im Januar führten wir als erster Landkreis in Brandenburg mit „BIWAPP“ eine Warn-App ein, um die Bevölkerung direkt auf ihren Smartphones über akute Gefahren, Risiken und örtliche Einschränkungen informieren zu können.

Mit dem Beschluss über den Kreishaushalt im Frühjahr konnten wir die Gemeinden in Märkisch-Oderland durch die Senkung der Kreisumlage um 2 Prozent finanziell spürbar entlasten. Am 20. April wurde die Jugendberufsagentur Märkisch-Oderland feierlich eröffnet. Hier begleiten die Berufsberater der Arbeitsagentur, die Arbeits- und Ausbildungsvermittler für junge Menschen des Jobcenters sowie Mitarbeiter des Jugendamtes des Landkreises Jugendliche unter einem Dach bei ihrem persönlichen Weg in die Berufswelt.

Seit Mitte des Jahres bin ich mit dem Dialogforum ,Der Landrat im Gespräch’ in den Städten und Gemeinden bei den Menschen vor Ort, um deren Perspektive zu erfahren und ihnen die Gelegenheit zu geben, über die jeweils wichtigen Themen zu reden.

Vom 31. Mai bis 8. Juni konnten wir eine Delegation aus unserer russischen Partnerstadt Kamyschin bei uns im Landkreis begrüßen. Die Delegation aus Russland war mit 20 Teilnehmern, darunter 15 Schülerinnen und Schüler zu Gast bei uns und hat über gemeinsame Projekte mit deutschen Schülern ein weiteres Kapitel zur bereits elfjährigen Partnerschaft hinzugefügt.

Der Sommer 2018 wird aufgrund der großen Trockenheit und der vielen damit verbundenen Feld- und Waldbrände in Erinnerung bleiben. Mein Dank gilt den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises für ihren Einsatz bei uns in der Region aber auch für ihre Unterstützung in anderen Landkreisen.

In diesem Jahr nahm der Landkreis Märkisch-Oderland zum ersten Mal am internationalen Radfahr- und Klimaschutzwettbewerb „Stadtradeln“ teil. In den 21 Tagen vom 20. August bis zum 9. September sind 195 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 20 Teams aus dem Landkreis mehr als 40.000 Kilometer - das entspricht der Länge des Äquators - gefahren und haben somit den Ausstoß von ungefähr 6,7 Tonnen CO2 vermieden.

Zurückblickend lässt sich sagen, dass der Landkreis im Jahr 2018 wieder sehr erfolgreich bei der Beschaffung von Fördermitteln war. Hierdurch sind wir in der Lage, in erheblichem Umfang in Infrastruktur zu investieren. So gab es beispielsweise Anfang des Jahres 9,8 Millionen Euro für das Krankenhaus Märkisch-Oderland. Am 8. Mai erhielt der Landkreis 1,5 Millionen Euro zum weiteren Ausbau des Radwegenetzes zwischen Altranft und Rathsdorf, Vevais und Bliesdorf sowie Neulewin und Kerstenbruch. Die barrierefreie Neugestaltung der Außenanlagen der Gedenkstätte Seelower Höhen wird mit 1,9 Millionen Euro realisiert.

Nicht zu vergessen, die mit knapp 160 Millionen Euro gewaltigen Investitionen im Bereich des Breitbandausbaus bei uns im Landkreis. In den nächsten zwei Jahren werden hierdurch ungefähr 34.000 Haushalte mit Glasfaser angeschlossen. Dafür sind zirka 2.000 Kilometer Tiefbau und 9.300 Kilometer Glasfaserkabel nötig.

2018 war zudem auch das Jahr, in dem der Landkreis Märkisch-Oderland nach seiner Entstehung im Jahr 1993 aus den damaligen Kreisen Strausberg, Bad Freienwalde und Seelow sein 25-jähriges Bestehen feierte.

Das kommende Jahr wird nicht minder ereignisreich. Wir planen, die Kreisumlage um 1 Prozent zu reduzieren, was unmittelbar den Gemeinden zu Gute kommen wird. In Strausberg wird ein neues Straßenverkehrsamt gebaut. Wir haben die Europa- und Kommunalwahlen im Mai sowie die Landtagswahl im September, und ab Mitte des Jahres wird auf freiwilliger Basis die Biotonne eingeführt.

Wir alle miteinander haben es in der Hand, das Jahr 2019 zu gestalten und mit Leben zu füllen. Daher lassen Sie uns nicht zaghaft sondern voller Optimismus nach vorne blicken. Ich wurde gerade in der Vorweihnachtszeit von vielen Menschen angesprochen, die sich als Getriebene fühlen, unnachgiebig den Mühlen unserer schnelllebigen Zeit ausgesetzt.

Die Zeit zwischen den Jahren ist umso mehr ein guter Anlass, zur Ruhe zu kommen, innezuhalten und über Wesentliches nachzudenken.

Nutzen wir daher diese Tage, um Abstand von den Beschwernissen des Alltags zu gewinnen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und uns frei zu machen von Hektik und mancher Last. Gesundheit, Entspannung und gemeinsame Stunden mit der Familie und den Freunden stehen am Jahresende im Mittelpunkt. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen guten Start ins neue Jahr.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung werden für Sie auch im neuen Jahr voller Tatenkraft an der positiven Entwicklung unseres Landkreises arbeiten.”

Ihr Gernot Schmidt
Landrat
Landkreis Märkisch-Oderland