Frankfurt/Oder (eb/daf). Zum Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 73 Jahren hielt das Friedensnetz und der SODI aus Eisenhüttenstadt-LOS eine Mahnwache.

Etwa ein Dutzend Vertreterinnen und Vertreter aus beiden Vereinen bauten ihren Informationsstand am Oderturm auf. Während ihrer Mahnwache kamen die Friedensanhänger mit Passanten ins Gespräch und sammelten Unterschriften gegen Aufrüstung von weiteren nuklearen Waffen. Durch die US-amerikanischen Atombomben sind über 365.000 Menschen - auch an Spätfolgen - gestorben.
Vor dem Stand wurden außerdem gelbe Transparente niedergelegt, die verdeutlichen sollten, wo nukleare Einsätze, Tests oder Unfälle seit dem ersten Atombombenabwurf auf Hiroshima stattfanden. So gab es beispielsweise 2001 in Afghanistan und 2011 in Libyen einen Einsatz von Uranmunition, und einen Reaktorunfall 1977 in Belojarsk in der ehemaligen Sowjetunion.
Mittlerweile lagern über 16.000 Atomsprengköpfe auf der Erde mit einer Zerstörungsgewalt, die 900.000 Mal so groß ist wie die der Hiroshima-Bombe. Das Atomwaffenlager Büchel in der Eifel beherbergt bis zu 20 Atombomben, die nicht abgeschafft, sondern erneuert werden und damit die Kriegsgefahr erhöhen.
Wunsch und Ziel der Mitglieder beider Vereine ist es, die nukleare Aufrüstung in Deutschland zu stoppen. Sie plädieren für den Atomwaffenabzug aus Büchel und die Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbots.