Fürstenwalde (geh). Die Martin-Adler-Gedenkmedaille wurde an Vera Schmidt, Vizepräsidentin des Brandenburgischen Chorverbands und an LOS-Landrat Manfred Zalenga verliehen.

Im voll besetzten St. Marien Dom nahmen die beiden die Ehrung entgegen. Vera Schmidt erhielt die Auszeichnung dafür, dass sie seit über 26 Jahren „die gute Seele des Chorverbands” ist, wie in der Laudatio gesagt wurde. Sie habe mit ihrem umfangreichen Fachwissen, viel Kraft, Zeit und Herzblut entscheidenden Anteil an der Entwicklung des Chorgesangs im Land Brandenburg. Seit mehr als zwei Jahrzehnten organisiert und leitet Vera Schmidt Chorleiterseminare. Die Diplomlehrerin für Musik war Musikerzieherin an Instituten für Lehrerweiterbildung in Berlin und Cottbus. Bis heute leitet sie Chöre.
Mit der zweiten Gedenkmedaille wurde die Wertschätzung für die beispielgebende Initiative des Landrats zur Förderung des Chorgesangs zum Ausdruck gebracht. Manfred Zalenga hatte sich in die Vorbereitung der Bundeschortage eingebracht, die im Jahr 2004 in Fürstenwalde und somit erstmals in einem der neuen Bundesländer stattgefunden haben.
Seit 2006 wird unter Zalengas Schirmherrschaft die Martin-Adler-Gedenkmedaille verliehen. Es sei „eine Herzensangelegenheit”, heißt es. Denn der Landrat ließ es sich bislang nicht nehmen, die Auszeichnungen selbst zu überreichen. Nur diesmal war das anders: Jörg Gampe, Präsident des Brandenburgischen Chorverbands und Dr. Franz H. Berger, Vorsitzender des Kreistags Oder-Spree zeichneten Manfred Zalenga aus.
Die Martin-Adler-Gedenkmedaille wird in Kooperation mit den Mitgliedern des Kammerchors Fürstenwalde/Spree „Geschwister Scholl” verliehen.
Martin Adler gründete 1946 an der Berufsschule Fürstenwalde den ersten Jugendchor nach dem zweiten Weltkrieg.