Ostbrandenburg (geh). Kulturministerin Martina Münch hat die Pläne für die Fusion des Museums für Junge Kunst in Frankfurt (Oder) und des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus zu einem Landeskunstmuseum an zwei Standorten präsentiert.

Auf der Grundlage der Kabinettvorlage werden in den kommenden Monaten ein Gesetzentwurf erstellt und die vorbereitenden Verhandlungen über ein neues Finanzierungsabkommen für die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus mit  Cottbus und Frankfurt (Oder) geführt. Ministerin Münch betonte: „Das Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) und das Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus haben in den vergangenen Jahrzehnten beeindruckende Sammlungen vorrangig ostdeutscher Kunst zusammengetragen.
Mit dem geplanten Landeskunstmuseum an zwei Standorten wollen wir die beiden Museen stärken und zu einer neuen außergewöhnlichen Kulturinstitution für unser Land Brandenburg werden lassen. Damit entstehen vielfältige neue Möglichkeiten für die kunstwissenschaftliche Forschung, die kulturelle Bildung, die überregionale Kunstvermittlung und das gemeinsame Marketing. Um dieses Potenzial zu erschließen, wird das Land für das neue Landeskunstmuseum zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen.“
Münch machte zugleich deutlich, dass die geplante Weiterentwicklung der bildenden Kunst in beiden Städten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Oberzentren Frankfurt und Cottbus leistet.
Die Stadtverwaltenden von Frankfurt (Oder) gaben sich nach Verkündung der Entscheidung erleichtert. Markus Derling, Beigeordneter für Kultur, sagte: „Die Landesregierung hat eine gute und zukunftsweisende Entscheidung getroffen. Mit der Überführung des Museums Junge Kunst in ein Landeskunstmuseum wird nicht nur dessen künstlerische Bedeutung gewürdigt.
Auch der Museums- und Kunststandort Frankfurt (Oder) mit dem überregional bedeutenden Kleist-Museum und einem Landesmuseums gewinnt so klar an Profil und wird sowohl für die Frankfurter als auch für Touristen weiter an Attraktivität gewinnen.“
Beide Museen werden rechtlich künftig in die Trägerstruktur der bestehenden Landesstiftung Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus eingegliedert. Die Verantwortlichen der Städte Frankfurt (Oder) und Cottbus werden an dem Fusionsprozess aktiv mitwirken. Startschuss für das neue Landeskunstmuseum ist voraussichtlich Mitte 2017.