Ostbrandenburg (geh). Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hatte die Redaktionsverantwortlichen der größten Anzeigenzeitungen im Land zu einem Gespräch in die Staatskanzlei eingeladen.

Diese Zusammenkunft hat schon Tradition. Der Ministerpräsident nutzt die Gelegenheit zu Beginn eines jeden Jahres, um die Pläne der Landesregierung in kleinem Kreis vorzustellen.
Diesmal ging er zunächst auf die Auswirkungen des Koalitionsvertrags der nächsten Bundesregierung auf das Land Brandenburg ein. Punkte wie die Erhöhung des Mindestlohns auf einen deutlich zweistelligen Betrag, die Anpassung der Pflegeversicherung auf heutige Bedürfnisse, eine Mindestrente über dem Hartz IV-Satz und die Digitalisierung lägen ihm dabei besonders am Herzen.
Aber auch Veränderungen, die in den nächsten Jahren im Land Brandenburg in Angriff genommen werden sollen, hatte Dr. Dietmar Woidke auf seiner Themenliste. Ganz oben stehe das gebührenfreie letzte Kita-Jahr, auf das sich alle Familien ab August freuen können. Die Landesregierung will dafür rund 60 Millionen Euro pro Jahr ausgeben. Schrittweise soll auch der Betreuungsschlüssel in Kindergärten erhöht werden. Woidke möchte, dass auf eine Erzieherin nur noch drei Kinder unter drei Jahren kommen. Mädchen und Jungen, die älter als drei Jahre sind, sollen dann zu Acht von einer Erzieherin betreut werden. Für die Umsetzung dieses Vorhabens plane die Landesregierung zehn Jahre ein. Denn zunächst müssten ausreichend Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. In der Verkleinerung der Gruppen sieht Woidke auch die Attraktivität des Berufs wachsen. Zusätzlich müssten auch intensive Diskussionen über die Ausbildung geführt werden. Derzeit dauert der Weg zum abgeschlossenen Beruf noch sehr lange und die Kosten müssen privat getragen werden.