Neutrebbin (geh). Bereits zum dritten Mal trafen sich Schülerinnen und Schüler der Oderbruch-Oberschule Neutrebbin und der Partnerschule in Bogdaniec im Kräutergarten von Prädikow.

Mit großen Einsatz schufteten die zehn Jugendlichen der achten und neunten Klassen der Oderbruch-Oberschule im Garten. Mit dabei waren auch drei aus Afghanistan geflohene Jungs. Ebenso emsig waren die 14 polnischen Gäste bei der Sache. Gemeinsam jäteten sie Unkraut, beschnitten Sträucher, harkten Laub. Sie setzten Pflanzen um, brachten neue Blumen und Kräuter in die Erde und gossen sie. Auch der Gehweg und die Straße vor der Kirche wurden von Staub, Laub und Unkraut befreit. Zwei Schülerinnen wirbelten sogar mit dem Staubsauger, Besen und Lappen durch den Innenraum der Kirche und entfernten dabei die Spinnweben.
Andere Schülerinnen besuchten in gemischten deutsch-polnischen Gruppen Prädikower Helferinnen in deren Küchen. Dort wurden zusammen mehrere leckere Kuchen gebacken. Eine erste Portion davon wurde den begeisterten Bäckerinnen bereits beim Spendenlauf an der Grundschule Prötzel abgenommen. An diesem sportlichen Ereignis beteiligten sich einige der Gäste aus Neutrebbin und Bogdaniec.
Der Rest wurde beim Deutsch-Polnischen Kräuterfest verzehrt, zu dem der Arbeitseinsatz der Schülerinnen und Schüler ein Auftakt war. Dafür dankten ihnen Rudolf Schlothauer, Bürgermeister von Prötzel, Andreas Behnen, Ortvorsteher von Prädikow und SPD-Landtagsabgeordnete Simona Koß, auf deren Einladung die Schülerinnen und Schüler den arbeitsreichen Ausflug unternommen hatten. Die Politikerin revanchierte sich für die Tatkraft mit ausreichend Verpflegung für die fleißigen Helferinnen und Helfer.