Müllrose (ds). Mittlerweile zum 4. Mal hieß es für sechzehn  Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der Grund- und Oberschule Müllrose innerhalb einer Woche ein starkes Team zu werden.

Erreicht werden sollte das mit Segeln auf dem Großen Müllroser See. Hierbei handelt es sich um ein gefördertes Projekt im Rahmen der „Initiative Sekundarstufe I”, das durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landeshaushalts und der Bundesagentur für Arbeit gefördert wird.
Die Müllroser Oberschule arbeitet dabei eng mit der Abteilung Segeln des Müllroser Sportvereins zusammen. Andreas Mohr, Fachlehrer an der Oberschule und die Segeltrainer Klaus Niemann und Jörg Steffen vom Müllroser SV sowie Maik Boggasch vom Saarower Segelverein am Wehrl leiteten die theoretischen und praktischen Trainings an.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler sich vorher im Physik-Unterricht mit den theoretischen Grundlagen der Fortbewegung beschäftigt hatten, ging es in der Projektwoche in die Praxis. In einem zum Klassenzimmer umfunktionierten Pavillon fand der anschauliche und gut verständliche Unterricht statt. Auf sehr spielerische Art und mit viel Humor wurden Bewegungsabläufe, wichtige Begriffe rund um das Segeln und Wissenswertes zum Wind beigebracht. Während erste praktische Übungen noch an Land stattfanden, wurde der Kontakt zum Wasser doch sehr schnell hergestellt.
Ziele des Projektes sind, die Ausbildungsfähigkeit und somit die schulischen Ergebnisse zu verbessern sowie die Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Akteuren auszubauen. Durch Projekte dieser Art würden nach Expertenmeinung durchaus soziale Kompetenzen herausgebildet und gestärkt. Das Segeln ist dafür bestens geeignet, weil dabei doch wichtige Faktoren, wie das eigene Durchhaltevermögen zu stärken und die eigene Frustrationstoleranz kennenzulernen, geschult werden.
Durch die einzelnen praktischen Übungen und das Segeln auf dem See lernten die Schülerinnen und Schüler der Müllroser Oberschule mit Konflikten umzugehen und persönliche Kritik wegzustecken. Und weil das Segeln eine Mannschaftssportart ist, sind Sorgfalt, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein Eigenschaften, die gerade hier vermittelt werden können. Vom startklar machen der Boote, über das Raussegeln auf den See - ob im Team oder alleine - bis hin zur praktischen Schulung, wie zum Beispiel die Verhaltensweise beim Kentern, lernten die Schülerinnen und Schüler in den so genannten Opti-Segelbooten von langjährigen und erfahrenen Trainern alles, was grundlegend zum Segeln zu wissen ist.
Am Ende der Woche konnten die Schülerinnen und Schüler einigermaßen sicher segeln. Für manche war es lediglich eine interessante und neue Erfahrung, während andere den Segelsport für sich entdeckt hatten.