Frankfurt/Oder (gla). Die Fahrbahn der Rosa-Luxemburg-Straße wurde saniert.

Dadurch sollte die Lücke zwischen der bereits sanierten Fahrbahn der Slubicer Straße und der Kreuzung der Bundesstraßen 5 und 87 geschlossen werden. Am 2. Mai 2017 begann die Erneuerung der Binder- und Deckschicht der Rosa-Luxemburg-Straße. Den Hauptteil der Kosten von  ungefähr 345.000 Euro übernahm der Bund. Die Stadt ließ im Zuge der Arbeiten auch auf einem Teil der Franz-Mehring-Straße die Fahrbahn erneuern. Der Anteil der Stadt betrug rund 84.000 Euro.
Trotz der Breite der Fahrbahn war aufgrund von Arbeitssicherheitsvorschriften und der notwendigen Herstellung eines Dachprofils als Querprofil zur besseren Regenwasserableitung während der Bauzeit ein Begegnungsverkehr auf zwei Spuren nicht möglich. Während der Bauarbeiten kam es demgemäß zu halbseitigen und vollständigen Sperrungen. Da es während der Arbeiten auch Baustellen auf der Autobahn gab, staute sich der innerstädtische und grenzüberschreitende Fahrzeugverkehr mitunter.
Planmäßig sollte die Baumaßnahme am 30. Juni 2017 abgeschlossen sein. Am 28. Juni 2017 teilte der Landesbetrieb Straßenwesen mit, dass die Bauarbeiten im Knotenbereich von Rosa-Luxemburg-Straße und Franz-Mehring-Straße noch bis zum 7. Juli 2017 andauern würden. Grund für die Bauzeitverlängerung waren Schäden an den vorhandenen Entwässerungsanlagen und mehrere Wasserrohrbrüche im Baufeld der Franz-Mehring-Straße. Außerdem mussten zusätzliche Bordsteine, Teilflächen der Gehwege und Asphalttragschichten erneuert werden. Diese Mehrleistungen führten laut Auskunft des Landesbetriebs zu der Bauzeitverlängerung. Inzwischen kann sowohl die Rosa-Luxemburg-Straße als auch die Franz-Mehring-Straße wieder normal befahren werden.
Nach verkehrstechnischen Untersuchungen schlug die Stadt dem Landesbetrieb eine Verbesserung der Radfahrsituation in der Rosa-Luxemburg-Straße vor. „Anlässlich jeder einzelnen Straßenbaumaßnahme in unserer Stadt prüfen wir, ob auch Verbesserungen für Radfahrende möglich sind“, sagte der zuständige Beigeordnete Markus Derling. „Nach unserer Auffassung ist es im Zuge der laufenden Fahrbahnsanierung durch den zuständigen Landesbetrieb auch in der Rosa-Luxemburg-Straße möglich und geboten, zumindest bergan einen Schutzstreifen für Radfahrer bis zur Einmündung Franz-Mehring-Straße anzulegen.“
Da die Erreichbarkeit der Innenstadt und der Brücke nach Slubice wesentlich über die Rosa-Luxemburg-Straße erfolge und einem hohen motorisierten Verkehrsaufkommen Rechnung zu tragen sei, konnten laut Mitteilung der Stadt nicht beidseitig Sicherheitsstreifen geschaffen werden. „Gerade bergan, wo es für den Radfahrenden besonders anstrengend ist, können wir so mehr Komfort erreichen“, so Derling. „Insgesamt ist es unser Ziel, durch eine Vielzahl von kleinen und größeren Maßnahmen die Bedingungen für Radfahrer spürbar zu verbessern. Schutzstreifen sind dafür probate und gleichzeitig preiswerte Mittel mit großer Wirkung, die sich bewährt haben.“ Der Landesbetrieb und die Polizei genehmigten die Maßnahme, die im Laufe der Bauarbeiten umgesetzt wurde. Allerdings hört der Schutzstreifen an beiden Enden der Rosa-Luxemburg-Straße weit vor der Kreuzung auf. Laut Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs befindet sich Frankfurt nach wie vor im Schlussfeld, was die Fahrradfreundlichkeit betrifft. Beim letzten Fahrradklima-Test belegte die Stadt in ihrer Größenklasse den 78. von 98 Plätzen.