Ostbrandenburg (gla). Diese Woche kam das sonnige Herbstwetter zurück. Dadurch konnten in Brandenburg wieder spektakuläre Sonnenuntergänge genossen werden, wie hier von Hobbyfotograf Gunter Pröhl in Seelow festgehalten. Das Bild zeigt die Brunnenskulptur am Puschkinplatz. Sie ist eine Schöpfung des Bildhauers Horst Engelhardt aus Leuben in Sachsen. „Diese Seelower Brunnenskulptur war ursprünglich mit einer Ziege um den Hals versehen“, erklärt Gunter Pröhl. „Viele Seelower fühlten sich brüskiert, denn mit dem weitläufigen Begriff Zickenseelow fanden sie dies nicht so gut. Herr Engelhardt sah das ein und legte auf die Schultern statt einer Ziege ein Lamm. Die Welt war für die Seelower Bürgerinnen und Bürger wieder heile.“ Die Bezeichnung Zickenseelow stammt aus dem 19. Jahrhundert, als viele Seelower mit der Haltung von Ziegen begannen, die im Gegensatz zur Rinderhaltung steuerfrei war. Der Schäferbrunnen aus Bronze, Sandstein und Stahl entstand im Jahr 1988.