Bad Saarow (eb/gla). Sind unsere Schlagadern verengt oder gar verstopft, kann nicht genügend Blut und somit nicht ausreichend Sauerstoff transportiert werden.

Die Folge sind Funktionseinschränkungen und ein Absterben des Gewebes. Welche neuen Methoden es gibt, verengte Gefäße wieder durchgängig zu machen, erläutert Dr. med. Andreas Gussmann, Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin und Ärztlicher Direktor in der nächsten Sonntagsvorlesung am 23. Oktober 2016 um 10 Uhr.
Im Volksmund wird die Arteriosklerose auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Darunter wird  die Ablagerung von Fett, Blutgerinnsel, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen verstanden.
Die Arterien transportieren das sauerstoffreiche Blut vom Herzen zu den Organen. In den Venen fließt hingegen das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurück, um in der Lungenstrombahn mit Sauerstoff angereichert zu werden. Verengungen und Verschlüsse führen zu Herzinfarkt, Hirninfarkt, Darminfarkt oder Arm- und Beinverlust.
Bluthochdruck, Rauchen, Zuckerkrankheit, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress stellen die Risikofaktoren für Arteriosklerose  dar. Dr. med. Andreas Gussmann informiert in seinem Vortrag über die verschiedenen Ursachen, vorbeugende Maßnahmen und unterschiedliche Behandlungsmethoden. Gezeigt werden Methoden der Aufdehnungsbehandlung und der Entfernung von Gerinnseln aus dem Gefäß. Darüber hinaus haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, in Form von praktischen Übungen an einem Gefäßmodell die Methoden auszuprobieren.