Frankfurt/Oder (gla). Mit einem Festakt begrüßte die Europa-Universität Viadrina ihre neue Präsidentin.

Professor Dr. Julia von Blumenthal übernimmt das Amt von Professor Dr. Stephan Kudert. „Es war mir eine Ehre, Präsident zu sein“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler, der die Viadrina nach dem Rücktritt seines Vorgängers kommissarisch leitete. „Jetzt ist es aber auch schön, nicht mehr Präsident zu sein.“ Staatssekretärin Dr. Ulrike Gutheil lobte stellvertretend für die Landesregierung Kuderts Arbeit: „Sie haben dafür gesorgt, dass es kein Interim war im üblichen Sinne.“ Über die neue Präsidentin sagte Gutheil: „Julia von Blumenthal bringt umfassende nationale und internationale Erfahrungen und Kompetenzen in der Wissenschaft mit und steht als langjährige Dekanin einer großen, geisteswissenschaftlich geprägten Fakultät für die Stärken interdisziplinärer Kooperation, wie sie auch an der Viadrina gelebt wird.“
 „Wir stehen hier mitten im Zentrum Europas“, sagte der Rektor der Poznaner Adam-Mickiewicz-Universität Professor Dr. Andrzej Lesicki und bezeichnete die Viadrina als per Definition transnationalen Ort. Um die Teilnahme an dem Festakt zu ermöglichen, hatte die Stadtverordnetenversammlung ihre Sitzung verschoben. „Frankfurt kann nicht ohne die Viadrina, und die Viadrina kann nicht ohne Frankfurt“, erklärte Oberbürgermeister René Wilke.
In ihrer Antrittsrede betonte von Blumenthal: „Die Viadrina ist ein Ort, an dem Weltoffenheit und Toleranz selbstverständlich sind, an dem Ideen für die Zukunft Europas formuliert und diskutiert werden und der inspiriert, ganz neue Wege zu gehen. Die Viadrina hat eine Wirkung, auf ihre Mitglieder, in die Stadt hinein und nach Europa.“ Sie betrachte es als ihre Aufgabe, „für Frankfurt zu werben und die Vorteile der Nähe zu Berlin nicht zu verschweigen“.