Eisenhüttenstadt (hn). Gute Ideen sind gefragt, wenn es darum geht, alten Menschen ein würdiges Leben, zu dem auch die Pflege von Kontakten gehört, zu ermöglichen.

Immerhin wird im Jahr 2020 der Anteil der Alten in Eisenhüttenstadt bei schätzungsweise 30 Prozent liegen, zehn Jahre später sogar bei 40 Prozent, bei etwa gleich bleibender Einwohnerzahl.
Besonders im Stadtzentrum sowie den Wohnkomplexen III und V ist jeder Vierte 75 Jahre und älter. Im Wohnkomplex IV ist es bereits jeder Dritte. „Gerade in diesem Alter nehmen die Brüche, die das Leben mit sich bringt zu“, so die Seniorenbeauftragte, „das ist die Phase wo der Partner stirbt, wo man den Garten aufgibt und oftmals das Auto fahren eingestellt wird“. Viele stellen in diesem Zusammenhang fest, dass sie nicht mehr die Kontakte pflegen können wie in früheren Jahren, dass sich Einschränkungen in der Vereinsarbeit ergeben und seltener Besuch kommt.
Nun hat Andrea Peisker als Seniorenbeauftragte der Stadt das Projekt „Nette Leute in Guten Stuben“ vorgestellt, das der genannten Altersgruppe die regelmäßige Pflege von Kontakten ermöglichen soll. Was erscheint da geeigneter als ein Kaffeekränzchen, um mit Gleichaltrigen Lebenserinnerungen, Neuigkeiten, Meinungen und Gedanken auszutauschen?
Und so soll es gehen: Gesucht werden Senioren, die sich in Gruppen von sechs Mitgliedern reihum gegenseitig einmal im Monat in ihre Wohnzimmer einladen und bei Kaffee und Kuchen eine angenehme Zeit verbringen. Bei dieser Gruppenstärke ist jeder im Jahr zweimal Gastgeber und zehnmal Gast. „Diese Kaffeekränzchen können für Gäste und Gastgeber ein echte Bereicherung werden, auf die sie sich den ganzem Monat freuen“, sagte Andrea Peisker.
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