Frankfurt/Oder (eb/gla). Mit dem zweitem Turnier in diesem Jahr begann die 23. Saison der Fußballpokalserie  „Jugend gegen Gewalt – für gelebte Integration“.

Die Freizeitturnierserie steht unter dem Motto „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“. Seit 1991 ist die Organisation von Turnierserien in verschiedenen Altersklassen ein wichtiger Bestandteil im landesweitem Engagement  des Projekts Jugend gegen Gewalt.
Das Antigewaltprojekt legte  dabei frühzeitig einen der sozialen Schwerpunkte auf die Umsetzung von gelebter Integrationsarbeit. „Zu lange wurde in unserer Gesellschaft das Wort Toleranz (Duldung) im Integrationsprozess in  zentraler  Stelle bemüht, ziemlich erfolglos“,  schreibt der Lehrer und Projektleiter Wilfried Bremer. „Vielmehr sind die Anerkennung und Akzeptanz des Anderen, die Einbindung und Teilhabe an unsere gesellschaftlichen Abläufen, das Kennenlernen anderer Kulturen und deren gegenseitigen Achtung Lösungen der weltweiten Probleme, also gelebte Integration.“
Jugend gegen Gewalt will mit seinen jungen Machern aktiv diesen Prozess mitgestalten. Auch 2018 sollen diese Begegnungen im Sport und in der Freizeit einen Teilbeitrag leisten. Am Turnier nehmen junge Leute aus 23 Nationen teil. Ihre technischen Fertigkeiten verfügten kamen bei den Zuschauern an.
Wie gut diese Turnierserie gesellschaftlich verankert ist zeigt sich auch in  der Tatsache, dass  sich schon Ende des letzten Jahres 14 Teams aus Ostbrandenburg und Berlin um die Teilnahme bewarben.
Zu Beginn des Turniers wurden die Spielregeln besprochen und jede Mannschaft benannte einen Schiedsrichter. Die mussten kaum eingreifen. Nur bei den Neunmeterentscheidungen hatten sie alle Hände voll zu tun. Hier erreichten Emotionen bei aller Fairness auch Höhepunkte.
Die Halbfinalespiele und auch das Finale wurden erst durch Neunmeterschießen entschieden. So schossen sich, für alle überraschend, die Gymnasiasten der  Rahnschulen Neuzelle zuerst gegen die Oldis von Tus Klingetal mit 1:0 ins Finale und Jaran Frankfurt besiegte Haus Einstein Frankfurt ebenfalls 1:0.
In einem hochspannenden Spiel entschieden dann die Rahngymnasiasten gegen Jaran das Finale für sich und konnten  erstmalig nicht nur den Siegerpokal aus den Händen von Projektleiter Wilfried Bremer entgegen nehmen, sondern auch die Tabellenführung nach dem zweiten Spieltag.
Vorjahresgesamtsieger DRK-EAS Eisenhüttenstadt, Team Alma aus Fürstenwalde und Cosmos aus Frankfurt gingen diesmal leer aus. Beim nächsten Turnier in vier Wochen wollen sie wieder vorn mitmischen, so Cosmoskapitän Marco Schulz und DRK-EAS Betreuerin Olesia Perelugina.