Ostbrandenburg (eb/geh). Im Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung (NLSI) wurde der Lehrgang „Verwaltungskompetenz für Akademiker“ eröffnet.

Der Lehrgang wurde in enger Zusammenarbeit mit Stadt- und Landkreisverwaltungen entwickelt. Auf deren Wunsch hin qualifiziert das Niederlausitzer Studieninstitut nun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen, die über fachfremde akademische Abschlüsse verfügen. Fachkräftemangel ist mittlerweile auch in den Kommunalverwaltungen ein Thema. Wie der Städte- und Gemeindebund des Landes Brandenburg vor einiger Zeit schon errechnet hatte, werden in den Kommunalverwaltungen in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet.
Da die Zahl an gut ausgebildeten Verwaltungsfachangestellten sinkt, greifen Verwaltungen im Land zunehmend auch auf berufliche Quereinsteiger zurück. „Gerade bei den höher bewerteten Positionen zeichnet sich jedoch der Trend ab, dass immer mehr Bewerber, die in die engere Wahl gelangen, über einen akademischen Abschluss verfügen“, weiß Alexander Nagel, der das Amt für Personal, Organisation und Service beim Landkreis Dahme-Spreewald leitet. „In der Regel fehlen vielen dieser im Grunde hochqualifizierten Akademiker aber gerade spezielle Qualifikationen, die für die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung notwendig sind.“
Berufliche Quereinsteiger schickten die Kommunalverwaltungen bisher stets in Angestelltenlehrgänge. „Diese greifen jedoch bei Personen, die bereits über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen und die mit anspruchsvollen Tätigkeiten betraut werden sollen, zu kurz, da die Angestelltenlehrgänge vom Wissensspektrum her zu breit aufgestellt sind und dafür nicht genügend in die Tiefe gehen“, sagt Lars Gölz, Studienleiter beim NLSI.
Um Wissenslücken der Quereinsteiger gezielt schließen zu können, gibt es den neuen Lehrgang, zu dem 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  aus Landkreisverwaltungen angemeldet wurden.