Frankfurt/Oder (geh). Oberbürgermeister René Wilke stuft Zusammenarbeit und Wertschätzung zwischen Stadtverwaltung und lokalen Journalisten neu ein.

Der traditionelle Jahresmedienempfang wird 2018 nicht mehr stattfinden. Das ließ Oberbürgermeister René Wilke nach einer Anfrage des OderlandSpiegels von seinem Pressesprecher Uwe Meier mitteilen. Weshalb mit dieser Tradition plötzlich gebrochen wird, begründet Meier so: „Wie Sie sicherlich wissen, liegt der Verwaltungsspitze sehr viel daran, die Öffentlichkeit über die Medien mit großer Transparenz zu informieren. Zudem wird es als wichtige Aufgabe erachtet, alle bisherigen Gepflogenheiten auf den Prüfstand zu stellen.“ Die Informationen, die auf dem Jahresmedienempfang sonst gegeben wurden, seien im Rahmen des Neujahrsempfanges der Stadt Frankfurt (Oder) am Sonntag, dem 6. Januar 2019 zu erwarten, meint der Pressesprecher. Wilkes Vorgänger sahen in dem Treffen zum Jahresende nicht ausschließlich die Möglichkeit, Informationen der Verwaltung in die Öffentlichkeit zu bringen. Vielmehr nutzten sie den Jahresmedienempfang, um die Zusammenarbeit in den vorangegangenen zwölf Monaten Revue passieren zu lassen oder um Hintergrundgespräche zu führen. Für die Medienvertreter war es eine schöne Gelegenheit, der Verwaltungsspitze und allen Kollegen in ungezwungener Atmosphäre zu begegnen, was vor allem die städtischen Pressesprecher bisher durchaus zu schätzen wussten. Das will Oberbürgermeister René Wilke nun nicht mehr unterstützen. Auch an der Ankündigung, monatliche Pressekonferenzen zu geben, werde nicht mehr festgehalten. Uwe Meier reduziert die hohe Tranzparenz darauf, Pressemitteilungen zu verfassen und Pressekonferenzen dann zu veranstalten, wenn „Themen anstehen, die einen solchen Rahmen erfordern”.