Landkreis Oder-Spree. Landrat Rolf Lindemann wendet sich in einem Grußwort an die Leserschaft.

„Wenn ich das Jahr 2017 aus Sicht der Kreisverwaltung mit einem Sportwettkampf vergleiche, dann drängen sich für mich Parallelen zu einem Hindernislauf auf. Und den haben wir sehr erfolgreich gemeistert. Eine Hürde, die uns in ganz besonderer Weise gefordert hat, war die Kreisgebietsreform. Durch das in letzter Minute gesetzte Stoppzeichen für dieses Projekt wurde für den Landkreis Oder-Spree die Gefahr abgewendet, dass wir uns mindestens zwei Jahre mit uns selbst hätten beschäftigen müssen und unsere solide Haushaltswirtschaft durch externe Belastungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Den Schlüssel zu diesem Erfolg sehe ich im umsichtigen, konstruktiven Zusammenwirken von Kreistagsabgeordneten, Kommunen und Verwaltungsmitarbeitern, aber auch in einer guten Verständigung mit der Frankfurter Kommunalpolitik.
Es hat sich gezeigt, dass das, was viele immer leichtfertig behaupten, man werde nicht gehört, die da oben machten eh was sie wollten, schlicht nicht stimmt. Wir haben es erlebt: Man muss an den Themen ernsthaft arbeiten, klare eigene  Vorstellungen entwickeln und dafür Mehrheiten organisieren, dann kommen die Dinge in Bewegung.
Greifbare Fortschritte haben wir im Jahresverlauf bei der personellen und organisatorischen Neuausrichtung der Kreisverwaltung erreicht. Die nach meiner Wahl zum Landrat komplett vakanten Beigeordnetenstellen sind seit Anfang Juli besetzt. Jeder meiner drei Stellvertreter hat ein überzeugendes Votum im Kreistag bekommen. Es macht Spaß, in der neuen Konstellation zu arbeiten. Dass wir gegenwärtig einen umfassenden Generationswechsel auf allen Ebenen zu bewältigen haben, macht auch der Umstand deutlich, dass wir in diesem Jahr allein sechs Amtsleiterstellen und weitere wichtige Funktionen im ärztlichen und veterinärärztlichen Bereich oder in der Sozialplanung neu zu besetzen hatten und teilweise daran noch arbeiten.
Natürlich stehen in unserer Jahresbilanz 2017 auch Veränderungen, die Sie in Ihrem jeweiligen Lebensumfeld unmittelbar spüren oder im Fall erneuerter Kreisstraßen im wahrsten Wortsinn erfahren können - unter anderem zwischen Neuendorf im Sande und Buchholz und in Teilen von Kummerow. Die Schüler unseres Oberstufenzentrums haben am Standort Eisenhüttenstadt ein komplett neues Gebäude mit Cafeteria und weiteren Unterrichtsräumen bekommen, am Carl Bechstein Gymnasium in Erkner wächst das neue Schulgebäude. Ein Markenzeichen in qualitativer Hinsicht hat unsere Volkshochschule gesetzt, die zum vierten Mal in Folge eine externe Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen hat.
Froh bin ich auch darüber, dass es unserem Landkreis gelungen ist, mit qualifizierten Anträgen Fördermittel des Bundes und des Landes Brandenburg für den Breitbandausbau in Oder-Spree zu erhalten. Die noch größere Aufgabe erwartet uns in den Jahren 2018 und 2019 - wenn aus dem Geld konkret umzusetzende Projekte werden müssen, die schnelle Internetverbindungen in vielen Bereichen möglich machen, wo jetzt noch Lücken bestehen. Andere Themen, die uns 2018 fordern werden, sind die Planungen für Schulstandorte, Veränderungen der Schülerbeförderungssatzung oder eine Konzeption für die Nutzung kreiseigener Schulsporthallen durch Sportvereine. Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere gewonnenen Gestaltungsspielräume nutzen werden und gute Lösungen für diese Fragestellungen finden werden.
Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein gesundes und glückliches neues Jahr.”

Rolf Lindemann
Landrat
Landkreis Oder-Spree