Reitwein (geh). Der Große Algenfarn hat jetzt auch den Landkreis Märkisch-Oderland erreicht.

Klaus-Dieter Stenzel aus Podelzig hat den Großen Algenfarn bei Reitwein entdeckt und fotografiert. Das Team vom „Der OderlandSpiegel” wollte daraufhin natürlich von der Kreisverwaltung wissen, wie mit diesem Umstand nun verfahren werde.
Auf Anfrage entgegnete der Beigeordnete Rainer Schinkel: „Das Auftreten des Großen Algenfarns bei Reitwein war nicht bekannt”. Die Kreisverwaltung wollte den Sachverhalt aber umgehend an das Landesumweltamt melden. Das sei die übliche Verfahrensweise.
Auch dort hat der OderlandSpiegel um eine Stellungsnahme gebeten. Die Antwort, die Pressesprecher Thomas Frey per Mail schickte, war sehr allgemein gehalten. Es gab darin keine Angaben zu Maßnahmen, die bei Reitwein von Seiten des Landesumweltamtes ergriffen werden. Frey schrieb lediglich: „Der große Algenfarn wird in Brandenburg seit dem Beginn der 2000er Jahre regelmäßig beobachtet. Meldungen gibt es inzwischen aus fast allen Teilen des Landes. Die Art tritt oft in dichten und ausgedehnten Schwimmdecken auf, ist aber auf nicht bis sehr gering bewegte Gewässeroberflächen beschränkt. Für Brandenburg werden sowohl Gemeinschaften mit anderen Schwimm- und Gewässer-Schwebepflanzen als auch Reinbestände angegeben. Beobachtete Bestände sind nach härteren Wintern oder aus anderen, bisher nicht näher untersuchten Gründen oft wieder verschwunden. Bisher ist, analog zu den Verhältnissen in  einigen westeuropäischen Ländern, eine begrenzte und häufig zeitweilige Gewässerbesiedelung festzustellen. Gefährdungen anderer Gewässerorganismen oder -lebensgemeinschaften sind bisher nicht bekannt geworden. Deshalb zählt die Art bislang zu den nicht invasiven Neophyten”.
Rainer Schinkel hat da andere Informationen. In seiner Mail heißt es, dass der Große Algenfarn vom Bundesamt für Naturschutz als invasiv eingestuft und in der Schwarzenliste des Bundes geführt werde.
Der Beigeordnete könne sich bei kleinerem Befall eine mechanische Bekämpfung mit feinmaschigen Netzen vorstellen. Aus dem Landesumweltamt gab es solche oder ähnliche Auskünfte bisher nicht.