Frankfurt/Oder (gla). Über 100 Leute nahmen am diesjährigen Ostermarsch teil.

Die Kundgebung und Demonstration stand unter dem Motto: „Abrüsten statt Aufrüsten! Ja zum Frieden - Nein zum Krieg!“, organisiert vom Friedensnetz, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Sodi, dem Verein Puerto Alegre und der Linkspartei. Als Ziele des Ostermarschs, der 2019 deutschlandweit mit über 100 Aktionen begangen werde, bezeichnete Organisator Reinhard Schülzke internationale Abrüstung und ein Verbot von Atomwaffen. Einige Teilnehmer nutzten den Anlass für andere Anliegen, zum Beispiel Deutschlands Austritt aus dem „Nato-Kriegsbündnis“, ein sofortiges Ende der Sanktionspolitik und aller Auslandseinsätze der Bundeswehr. Gerhard Hoffmann vom Bund der Antifaschisten bezeichnete den Botschafter der Vereinigten Staaten als „Statthalter der USA in Deutschland“. Ein Demonstrant mit Khaki-Kleidung, Arafat-Schal und Che-Guevara-Mütze trug ein Schild mit der Aufschrift: „Freiheit für Palästina“. Auch eine Flagge der Kommistischen Partei Deutschlands wehte über der Menschenmenge. Jan Augustyniak, Kreisvorsitzender der Linken warb in einem Redebeitrag für den Antrag seiner Partei, Frankfurt zum „sicheren Hafen für Geflüchtete“ zu erklären. Diesen Antrag hat die Stadtverordnetenversammlung bereits abgelehnt.
Der Ostermarsch begann in der Nähe des sowjetischen Ehrenmals auf dem Anger, und endete nach mehreren Stationen in Frankfurt (Oder) und Slubice an der Friedensglocke. Für eventuelle Teilnehmer aus dem Nachbarland bemühte sich der deutsche Aktionskünstler Michael Kurzwelly, einige Redebeiträge ins Polnische zu übersetzen.