Frankfurt/Oder (gla). Die Auftaktveranstaltung des Modellprojekts Schulgesundheitsfachkräfte fand in der Lenné-Grundschule statt.

Gäste aus der Politik, dem Gesundheitswesen und den Schulen nahmen daran teil. Auch Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze und Bildungsminister Günter Baaske besuchten die Veranstaltung und sprachen Grußworte.
„Kinder lernen am besten, wenn sie gesund und fit sind“, sagte Diana Golze, selbst zweifache Mutter. „Unabhängig von der Einkommens- und Lebenssituation der Eltern hat jedes Kind das Recht auf ein gesundes Aufwachsen, bestmögliche Förderung und damit Aussicht auf eine erfolgreiche Bildungslaufbahn. Studien zeigen aber, dass sich Armut und soziale Benachteiligung sowohl auf die allgemeine als auch auf die gesundheitliche Entwicklung im Kindes- und Jugendalter auswirken. Dazu gehören zum Beispiel Sprach- und Sprechstörungen, Adipositas, mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder Wahrnehmungs- und Koordinierungsstörungen. In Brandenburg sind 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen armutsgefährdet. Die Schulgesundheitsfachkräfte tragen den Gesundheitsaspekt in die Schulen und können dort alle Kinder direkt ansprechen. Sie leisten damit einen aktiven Beitrag zu mehr Teilhabegerechtigkeit.“ 20 Schulen beteiligen sich an dem Modellprojekt. In den kommenden zwei Jahren werden dort Schulgesundheitsfachkräfte, besser bekannt als Schulkrankenschwestern, erste Hilfe leisten, präventiv tätig sein und Kinder mit chronischen Erkrankungen unterstützen. „Damit entlasten wir die Lehrkräfte“, teilte Günter Baaske mit.
„Ich hoffe, dass das im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen wird“, sagte Diana Golze über das Projekt. Den Löwenanteil der Finanzierung übernimmt die AOK. Der Rest wird von der Unfallkasse Brandenburg, den beiden Ministerien und der Arbeiterwohlfahrt beigesteuert.