Frankfurt/Oder (gla). Die Arbeitslosigkeit erreicht einen neuen Tiefstwert.

„Im Gegensatz zu den deutschen Fußballern ist die Verfassung des Arbeitsmarkts weiter weltmeisterlich“, freute sich Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). „Ich sehe auch weiterhin keine nennenswerten dunklen Wolken am Horizont.“ 14.424 Arbeitslose gab es diesen Juni im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder), 442 weniger als im Mai und 1.042 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 6.4 Prozent. Im Geschäftsstellenbezirk Frankfurt (Oder) waren im Juni 2.435 Menschen arbeitslos, 76 weniger als im Mai. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,2 Prozent.
Jochem Freyer begrüßt positive Signale von der Bundesregierung wie die geplante Erhöhung des Mindestlohns und zusätzliche Mittel für Qualifizierung und Weiterbildung. „Wenn ein Arbeitgeber bereit ist, einen Quereinsteiger als Fachkraft zu beschäftigen, wird er von uns einen Lohnzuschuss bekommen“, verspricht Freyer.
Der Bereichsleiter des Frankfurter Jobcenters Armin Müller sieht trotz der guten Entwicklung noch Handlungsbedarf, besonders bei Langzeitarbeitslosen. Dort gibt es verschiedene Probleme, etwa fehlende Mobilität bei Arbeitsplätzen, die nicht oder nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Auch manche Arbeitgeber nimmt Armin Müller in die Pflicht: „Dass Fachkräfte mit Mindestlohn abgespeist werden, ist sicher nicht im Sinne des Erfinders.“
Nicht nur Arbeitslose empfangen Leistungen, sondern auch erwerbstätige Ergänzer, deren Einkommen nicht zum Leben reicht.
Die Zahl der offenen Stellen stieg auf insgesamt 3.306. Am meisten gesucht werden Verkäufer, Berufskraftfahrer und Sicherheitspersonal.