Neutrebbin (eb/gla). Die Initiative Sekundarstufe der Oderbruch-Oberschule organisierte je zwei  Workshoptage zum Thema „Daten, Schutz, Recht, digitale Gewalt“.

Die Gemeinnützige GmbH „Büro Blau“ führte das Projekt in Verantwortung von Daniel Böhme und Franziska Raschka  in der Oderbruch-Oberschule Neutrebbin durch. In einer Kennenlernrunde sagten Schulkinder der achten Klassen, dass sie viel Zeit im Netz verbringen. Um dort Kontakte zu pflegen, machen sie von vielen Anwendungen Gebrauch und haben mehrere Nutzerkonten. Einige sind sogar nachts erreichbar.
In den Workshops wurden Kommunikationsmöglichkeiten wie Instagram, Whatsapp oder Facebook diskutiert und Sicherheitsregeln erarbeitet. Dabei wurde der Schutz der Privatsphäre immer wieder betont.
Anschließend sollten die Schülerinnen und Schüler ihre Netzkompetenz mit Hilfe bereitgestellter iPads zeigen. Dabei mussten sie jeweils ein Passwort knacken, um Gruppenaufgaben zu lösen. In den Aufgaben waren Probleme wie Hasskommentare, Urheberrecht oder Netzstress versteckt, die von den Kindern kritisch betrachtet werden sollten. Mit einer App konnten die Schülerinnen und Schüler prüfen, wie sicher ihre Passwörter waren, und ob es anzuraten wäre, diese zu ändern.
Am zweiten Tag ging es um Missbrauch und die Verletzung der Privatsphäre. Dazu wurde der Film „Gemeinsam allein“ gezeigt.  Die Tagesaufgabe war, einen medialen Beitrag zum Thema „Cybermobbing“ zu erstellen. Im Zuge dessen wurden den Kindern Perspektiven, Kameraeinstellungen, der Umgang mit dem Programm „Comic life“ und die Erarbeitung eines Szenenbuchs erklärt. Neben gestellten Fotoszenen wurden Texte verfasst und das Ganze digital bearbeitet. Zum Schluss wurden die Lösungen der Aufgaben präsentiert.  
Nach dieser Erfahrung erstellten die Klassen noch einen „Anti-Cybermobbing-Kodex“. Im April wird die Abschlusspräsentation stattfinden.