Frankfurt/Oder (eb/gla). Die erste Integrationsliga Ost startete erfolgreich.

Prächtige Stimmung herrschte in der Sporthalle an der Bergstraße, als Mannschaften der Fußballpokalserie „Jugend gegen Gewalt – für gelebte Integration“ nun schon zum dritten Mal in diesem Jahr um Tore, Siege und Punkte kämpften.
„Um den Anspruch und die Qualität dieser wirksamen Integrationsform weiterzuentwickeln, spielen wir in diesem Jahr erstmals als Integrationsliga Ost“, erklärt Projektleiter Wilfried Bremer und ergänzt: „Wir werden aber das auch inzwischen landesweit bekannte Motto der Fußballturniere beibehalten.“
Gemeinsam mit Institutionen und Teilnehmern aus Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt, Neuzelle, Forst und Wünsdorf hat der Projektleiter die Integrationsliga Ost im Januar dieses Jahres aus der Taufe gehoben „Die Turniere werden im Wesentlichen auch in den genannten Städten durchgeführt und erfahren dabei unterschiedliche Unterstützungsformen. Hervorheben möchten wir dabei vor allem die brandenburgische Sportjugend mit ihrem Projekt: Integration durch Sport“, so Bremer weiter.
In diesem Jahr sind bis jetzt  vierzehn gemeldete Mannschaften mit jungen Menschen aus bislang neunzehn Nationen dabei, erstmals auch mehrere Fußballspielerinnen. „Fairness, gegenseitige Achtung und Anerkennung des Anderen verstehen sich bei uns als oberstes Gebot und werden von uns auch bei den Turnieren eingefordert“, sagt Wettkampfleiter Marco Schulz. „Heute schenkten sich die gut vorbereiteten Teams nichts, kaum mehr als ein Tor Unterschied in den einzelnen Spielen zwischen Sieg, Niederlage oder Unentschieden, das hatten wir in den 24 Jahren dieser Turnierserie so noch nicht“, schwärmt Christina Haufe, Vorstandsmitglied bei Jugend gegen Gewalt und selbst noch aktive Fußballspielerin im Projektteam „Cosmos“.
Am Ende entschied die Tagesform und das Quäntchen Glück über die Platzierung, und da hatten die Frankfurter Oderstadtkicker vor dem FC Matahed Talaie und DRK-EAS Eisenhüttenstadt die Nase vorn. Wacker schlugen sich die Jugendlichen von der  Frankfurter Huttenschule, die knapp hinter den drei Jahre älteren Schülern von Rahn Neuzelle aber vor dem letzten Turniersieger Alma Fürstenwalde landeten. Betreuer Benjamin Schmidt lobte dann auch die Technik und den Einsatz seiner Jungs und betonte den Wert dieser Veranstaltungen für den Integrationsfortschritt bei allen Teilnehmern.
Bei der Siegerehrung wurde auch dem FDP-Landtagskandidaten Jens Dörschmann gedankt, der schon zum zweiten Mal das Frankfurter Turnier unterstützt hat.
In der Gesamtwertung nach drei Turnieren liegt das Team von  DRK-EAS Eisenhüttenstadt vor  Jaran 1 aus Frankfurt (Oder) und Alma aus Fürstenwalde vorn.
Von den 14 gemeldeten Mannschaften der Integrationsliga Ost wollen sich derzeit zehn Teams für das Finale der Landesmeisterschaft im Straßenfußball in Tropical Islands am 14. Juni 2019 qualifizieren.