Frankfurt/Oder (daf). Erstmalig wurde der Volontärstag in der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK) in Frankfurt (Oder) durchgeführt.

Weil ich Volontär beim „Der OderlandSpiegel” bin, durfte ich auch an diesem Tag daran teilnehmen. „Mal etwas anderes”, habe ich mir eingangs gedacht, als mir meine Chefin Katja die Einladung rübermailte.
Noch während meiner Zusage überlegte ich mir, wie viele Volontäre aus näherer Umgebung wohl dabei wären. Nun ja, so einige wie sich herausstellte. Kurz vor 10 Uhr kam ich in der IHK an und schon im Foyer begrüßte mich gleich ein Schwarm von jungen Mädels. Meine Welt. Und das Beste: Ich war der einzige Junge. „Na das kann ja was werden”, dachte ich mir schmunzelnd. Doch die Ernüchterung kam prompt, als sich ein zweiter männlicher Volontär zu uns gesellte.
Gemeinsam fuhren wir mit dem Fahrstuhl in die dritte Etage, wo wir bereits erwartet wurden. Nach der offiziellen Begrüßung war es der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg, Gundolf Schülke, der die Veranstaltung einleitete. Der Geschäftsführer versorgte uns junge Volontäre mit historischen Fakten, aber auch mit den Aufgabengebieten der IHK. Wir erhielten die Information, dass die erste deutsche Handelskammer im Jahre 1830 gegründet wurde und auch, dass es insgesamt 80 Industrie- und Handelskammern in?Deutschland gibt. Allein in Ostbrandenburg sind  44.000 Unternehmen Mitglied.
Gundolf Schülke hatte sichtlich Spaß, während er uns mit Input versorgte. Dabei verriet er uns auch, dass in den siebziger und achtziger Jahren Bestechungsgelder als Betriebskosten steuerlich geltend gemacht wurden. Bei dieser Info schauten wir doch alle ungläubig und das Schmunzeln konnten wir uns nicht verkneifen. Silke Hartwig berichtete von der Zusammenarbeit mit Schülern, jungen Auszubildenen und den Ausbildungsbetrieben. Etwa 500 Betriebsbesuche unternehmen die Zuständigen der IHK Ostbrandenburg im Jahr. Dabei beraten und unterstützen sie.
Manuela Neumann nutzte den Volontärstag, um uns etwas über den?Wassertourismus in Brandenburg zu erzählen. „Och, so eine entspannte Kanufahrt, das hätte doch was”, kam mir in den Sinn, als ich die Bilder dazu in der Präsentation sah.
Im Anschluss wurde Mittagspause gemacht und wir Volontäre aßen zusammen mit der Volontärin der IHK, Nadja Rabsch, die den ganzen Tag mit uns verbrachte. In der zweiten Tageshälfte waren die Themen Konjunktur, Energie und Pressenstellenarbeit dran. Hier lernte ich Pressesprecherin Norma Groß kennen. Sie war mal Redaktionsleiterin beim „Der OderlandSpiegel” und hat meine Chefin Katja ausgebildet.
Besonders aufgefallen ist mir, dass alle Referierenden sehr freundlich waren. Dies sorgte für eine durchgängig angenehme Atmosphäre. Für Zwischenfragen war auch immer genügend Zeit.
Zum Schluss haben wir gemeinsam mit Nadja Rabsch den ersten Volontärstag ausgewertet und uns noch ein wenig mit Social Media beschäftigt. Also inwiefern wir damit in unserer täglichen Arbeit in Berührung kommen und ob wir die Social Media-Kanäle der IHK bereits kennen und nutzen. Mein Fazit am Abend: Also wenn ich mal die Hilfe der IHK?brauche, weiß ich, wo ich sie finde.