Ostbrandenburg (geh). Mit besonderen Formen der Berufsorientierung starten der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Uwe Hoppe und Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke ein Pilotprojekt zur Gewinnung von Berufsnachwuchs und zur Fachkräftesicherung im Handwerk.

Drachenbootrennen, Meister in Schulklassen, praxisnahe Lehrberufeschau, Malerwerkstatt, Werkzeugkoffer zum Ausprobieren, Unterrichtstage in der Produktion, Berufecamp - das alles sind Ationen, mit denen die Handwerkskammer auf eine vom Regionalen Wachstumkern (RWK) initiierte Ausschreibung reagiert hat. Mit ihren Vorschlägen setzte sie sich gegen Mitbewerber durch. Dr. Martin Wilke und Uwe Hoppe unterschrieben nun eine Vereinbarung. In die Projekte können bis Oktober 37.000 Euro fließen. Mit der gemeinsamen Initiative soll eine bedarfsgerechtere Berufsorientierung für Acht- und Neuntklässler aus ganz Ostbrandenburg entwickelt und andererseits das Handwerk für eine verstärkte Nachwuchsgewinnung sensibilisiert werden. Dr. Martin Wilke: „Wir bezwecken, dass noch mehr junge Menschen sich für das Handwerk entscheiden. Wir wollen vermitteln, wie modern der Berufsstand ist und welche Chancen und Karrieremöglichkeiten das Handwerk bietet“. Dabei sei es auch wichtig, die Eltern zu erreichen. Viele von ihnen wüssten gar nicht, was Handwerk heutzutage zu bieten hat.
Bei der Realisierung setzen die Partner voll auf die Kooperation der Schulen. Es wurden Flyer gedruckt, die dort ausliegen und Gespräche mit Lehrern geführt. Uwe Hoppe wünscht sich, dass beispielsweise das Drachenbootrennen zu einem Schulausflug wird. Jedoch befürchtet er: „Das wird schwierig. Wenn wir das an einem Samstag machen, hat die Schule zu und Lehrer sind nur schwer zu bewegen.“