Frankfurt/Oder (geh). Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für ein offenes Europa nahm die Regisseurin und Drehbuchautorin Agnieszka Holland den 19. Viadrina-Preis der Europa-Universität Viadrina für ihr Engagement um die europäische Verständigung entgegen.

„Ich bin zutiefst dankbar und fühle mich geehrt, von Ihnen mit einem Preis ausgezeichnet zu werden, der so viele mir vertraute und gehaltvolle Begriffe in sich vereint: Europa, die deutsch-polnischen Beziehungen, Zusammenarbeit, Gemeinschaft und Versöhnung. Begriffe, die unseren Bürgern leider immer seltener als wesentlich erscheinen und denen man aufs Neue emotionale Wärme und Sinn verleihen muss“, so die vielfach ausgezeichnete Filmschaffende Agnieszka Holland.
In ihrer Laudatio sagte die Geschäftsführerin der Europäischen Filmakademie, Marion Döring: „Schweigen war nie ihre Sache, sie hat immer Haltung gezeigt und Mut bewiesen.“
Prof. Dr. Dagmara Jajesniak-Quast, Vorsitzende des Kuratoriums, betonte: „All das, was unsere Universität verkörpert, verkörpert auch Frau Holland. Ähnlich wie an der Universität gefordert, greift Agnieszka Holland kritische, unbequeme, aber gleichwohl wichtige Themen aus der deutsch-polnischen und europäischen Geschichte sowie aus der Gegenwart auf.“ Und Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina resümierte: „Wir nehmen von der heutigen Preisverleihung mit, was wir alles für die Zukunft brauchen: Fantasie, Utopien und genau die engagierten Studierenden, die wir hier an der Viadrina haben.“
Das Kuratorium des Förderkreises der Europa-Universität Viadrina verleiht den mit 5.000 Euro dotierten Viadrina-Preis seit 1999 jährlich an Persönlichkeiten, die sich um die deutsch-polnische Verständigung verdient gemacht haben.