Frankfurt/Oder (gla). Der Rotary Club verlieh Frank Rüdig die Leopoldmedaille.

Mit der Medaille würdigt der Serviceclub besonderes bürgerschaftliches Engagement, oder wie der Präsident des Rotary Clubs Frankfurt (Oder) Christian Seibert es ausdrückte: „selbstloses Dienen“. Als der Pianist die Kleist-Musikschule gründete, lernte er erstmals Frank Rüdig kennen und dessen Verdienste für die Stadt zu schätzen.
Frank Rüdig war früher Sportlehrer an der 8. Gesamtschule Neuberesinchen. Sein ehemaliger Schulleiter Wolfgang Mayer hielt am Abend der Preisverleihung im Logenhaus die Laudatio. Als Rüdigs größte Leistung bezeichnete Mayer die Gründung des Theaters im Schuppen. Dort inszeniert der Regisseur auch Projekte für Menschen mit Behinderung und Flüchtlinge. Rüdig unterrichtete außerdem am Karl-Liebknecht-Gymnasium, und organisiert seit über zwanzig Jahren die Schultheatertage. „Es gab und gibt in deinem Berufsleben keinen Feierabend“, bemerkte Wolfgang Mayer.
Frank Rüdig dankte Mayer für die lobenden Worte, und den Rotariern für die Auszeichnung. Der gebürtige Mecklenburger ist inzwischen über 45 Jahren in Frankfurt (Oder) aktiv. Das Ensemble seines Theaters unterrahmte die Festveranstaltung mit einer kleinen Aufführung.
Die Leopoldmedaille ist Prinz Leopold von Braunschweig gewidmet. Der preußische Offizier ließ in Frankfurt (Oder) eine Garnisonsschule bauen, in der sich heute das Kleist-Museum befindet. Während der Hilfsmaßnahmen bei der Flut von 1785 ertrank der Prinz in der Oder.