Ostbrandenburg (eb/geh). Die Brandenburger Bündnisgrünen wählten vergangenen Samstag auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz in Fürstenwalde ihre Liste zur Landtagswahl.

Sahra Damus, die Frankfurter bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende und Direktkandidatin zur Landtagswahl kandidierte auf Platz 3 gegen die Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky und gegen Alexandra Pichl, die frauenpolitische Sprecherin des Landesvorstands. Damus gewann überraschend mit 51,35 Prozent im ersten Wahlgang. 57 der 111 Delegierten gaben der 36-jährigen Frankfurterin ihre Stimme. In ihrer Rede warb sie darum, den Grünen Schwung aus der gewonnenen Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt (Oder) auf die Landesebene zu tragen.
Sahra Damus: „Ich freue mich sehr über das unerwartet deutliche Votum. Mir ist bewusst, dass mit dem Vertrauensvorschuss auch hohe Erwartungen an mich geknüpft sind. Ich möchte eine starke Stimme für Frankfurt und Ostbrandenburg im Landtag sein. Ich möchte, dass wir aus den peripheren Regionen und verschuldeten, finanzschwachen Kommunen mehr Gehör auf der Landesebene finden.“
Mangelnde Investitionsmittel und Infrastruktur, Kinderarmut und die unzureichende Hebammenversorgung seien nur einige der großen Herausforderungen, für die die Stellschrauben in der Landeshauptstadt Potsdam liegen. Die Frankfurterin: „Da will ich ran. Die Menschen in Ostbrandenburg sollen aber auch wissen: Ich stehe für ein starkes Europa, das im Alltag funktioniert - so wie hier bei uns in Frankfurt (Oder)/Slubice.“
Alena Karaschinski, Sprecherin des Kreisverbandes deutet die überraschend deutliche Wahl von Sahra Damus auf einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste als Ausdruck der Hoffnung, die die Brandenburger Grünen mit dem Weg von den Frankfurter Grünen verknüpfen. Karaschinski: „Wir beglückwünschen Sahra Damus herzlich und freuen uns mit ihr über dieses beeindruckende Ergebnis.“