Eisenhüttenstadt (hn). Schüler der Klasse 4a der Astrid-Lindgren-Grundschule besuchten im Sachkundeunterricht das Rathaus.

Gabriele Haubold empfing die Kinder am Stadtmodell. Hier hatten sie die Möglichkeit, die Standorte ihrer Schule und Wohnhäuser ausfindig zu machen.
Als bei der Betrachtung der Geländestruktur von den Schülern das Wort „Endmoräne” fiel, verschlug es Gabriele Haubold fast die Sprache. Diesen Begriff hatte noch keine Schulklasse zuvor genannt. „Das muss ich gleich meinen Kollegen erzählen”, sagte sie und gab weitere interessante Erklärungen zur Gestaltung der Landschaft durch die Eiszeit.
Dem Exkurs zum Stadtmodell folgte die Besichtigung des Blitzerwagens. Alle durften sich mal hinein setzen und erhielten einen Einblick in die Aufgaben der Verkehrsüberwachung im Sinne der Gewährleistung der Sicherheit.
„Der Besuch im Rathaus gehört zum Rahmenlehrplan”, berichtete Klassenlehrerin Manuela Lindner. Vor dem Besuch haben die Kinder im Internet recherchiert. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden Fragen abgeleitet, die nun dem Bürgermeister gestellt werden sollten. Zu diesen Recherchen gehörte unter anderem auch die Beschäftigung mit der Eiszeit. Nach einem Rundgang durch das Haus waren die Erwartungen an das Treffen mit Bürgermeister Frank Balzer natürlich groß. Die Hemmungen der Kinder fielen schnell, als sie nach der Begrüßung ihre Fragen stellen durften: Wann und wo er geboren ist, was er gelernt hat, warum er Bürgermeister geworden ist, was er vorher gemacht hat und worin seine Aufgaben bestehen wollten die Gäste wissen. Geduldig und ausführlich waren die Antworten - immer wieder von der Aufforderung unterbrochen, in die Körbchen mit Süßigkeiten zu greifen.
Natürlich kamen auch die Sorgen  der Kinder, der Zustand der Schulen, Schulhöfe, Freizeitstätten und mehr zur Sprache, was Frank Balzer das Versprechen geben ließ, sich vor Ort umzusehen und nach schnellen Lösungen zu suchen. Auf die Frage, ob es nach vier Wochen Amtszeit nichts Wichtigeres gäbe, als sich mit Kindern zu treffen, antwortete der Bürgermeister: „Gerade das ist mir wichtig”. Mit „mehr Miteinander” seien nicht nur Erwachsene gemeint, sondern auch die Kinder. Balzer: „Sie sollen sehen, der Bürgermeister ist auch für sie da”. Es sei richtig, Probleme anzusprechen. Dazu gehöre auch die Ausstattung von Schule und Freizeitbereich. „Die Kinder waren sehr aufgeweckt”, so Balzer. „Alle Hände waren gleich oben, als die erste Frage gestellt werden sollte”, lobt der Bürgermeister. Sein Resümee: „Die Kinder hatten Interesse und gaben mir viel Feedback”.