Eisenhüttenstadt (hn). Risiken der Atomenergieerzeugung und alternative Energieträger waren Thema eines Projekttags an der Gesamtschule 3 anlässlich des 32. Jahrestags der Explosion in Tschernobyl. Die katastrophalen Folgen der Strahlenbelastung spürt noch die nachfolgende Generation. Allein in Weißrussland sind zirka 400.000 Kinder betroffen. Darauf hinzuweisen und zu helfen, ist Anliegen der jährlichen Tschernobyl-Woche des Solidaritätsdiensts International (SODI), der auch jetzt eingeladen hatte. Gast war Alexej Serenko, Direktor des Instituts für Strahlenschutz Minsk, der seit zehn Jahren mit SODI und der Gesamtschule 3 zusammen arbeitet. Über diesen Kontakt erhielt er einen Bus, mit dem Strahlenbelastung in der Natur gemessen werden kann. In vier Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Schüler mit Behandlung von Strahlenschäden, Alternativen zur Atomenergie und Konsumverhalten bei Strom. Die Ergebnisse wurden in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung präsentiert.