Frankfurt/Oder (gla). Die Energiedetektive des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums schlossen einen Kooperationsvertrag mit der Stadt.

Knapp ein Jahr nach der Gründung der Schülerfirma luden deren zehn Mitglieder Frankfurts Oberbürgermeister zu einer Sitzung ein. Ziel der Energiedetektive ist, den Energieverbrauch der Schule zu senken, erklärte Geschäftsführer Marc Fabian Eger. „Und wir wollen Schülern der 7. Klasse vermitteln, wie wichtig Umweltschutz ist“, fügte er hinzu. Dabei wurde der Geschäftsbericht für 2017 vorgestellt. Außerdem standen der Arbeitsplan für das neue Jahr und der Finanzbericht auf der Tagesordnung. Nach der Gründung der Schüler-GmbH am 7. April 2017 hatte jedes Mitglied fünf Euro eingezahlt. Anschließend beantragte die Firma Fördermittel, und erhielt 300 Euro von der Sparkasse, bei der auch ein Konto eröffnet wurde. Mit diesem Startkapital finanzierten die zehn Jugendlichen Schaltsteckdosen zum Preis von 59,32 Euro für im Gymnasium verwendete Smartboards. Diese Geräte verbrauchen mehr Strom als herkömmliche Projektoren, selbst im Standby-Modus.
Weiterhin entwickelten die Schülerinnen und Schüler einen Energiecheck, den sie bereits bei einer Firma ausprobiert haben. Zu den sonstige Vorhaben zählen die Einführung eines Projekttags, die Auswertung der Energiekosten des Schulhauses, Untersuchung der Thermostate und das Anwerben neuer Mitglieder.
Dr. Martin Wilke lobte das Projekt. Beim Thema Energiesparen sei naturwissenschaftlicher Sachverstand von Vorteil, „und wo ist der besser vorhanden als am Gauß?“, so der Oberbürgermeister. „Vor allem habe ich auch den Eindruck, dass euch das Spaß macht.“ Er und Marc Fabian Eger unterschrieben einen Energiesparvertrag zwischen der Stadt, den Stadtwerken, dem Gymnasium und der Schüler-GmbH. Anschließend wählten die Energiedetektive ihren Geschäftsführer und stellvertretenden Geschäftsführer für das kommende Jahr.