Neutrebbin (eb/geh). Eine ganz besonderen Aufgabe stellten sich kürzlich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 an der Oderbruch-Oberschule.

„Tiergeschichten lesen und bearbeiten” lautete das Thema, dem sich die Jugendlichen während des Vorlesetags an der Oderland-Grundschule widmeten.
Mit dem gemeinsam gesungenen Lied des Lesemillionärs begann   der Tag. Als Lesepatinnen und -paten beschäftigten sich die Großen in diesem Schuljahr mit den Geschichten „Der Regenbogenfisch“ und  „Der kleine Angsthase“. Sie selbst übten noch einmal das laute, sinnentsprechende Vorlesen, teilten die Texte in Leseabschnitte und überlegten, wie sie mit den Mädels und Jungs aus den 2. Klassen an den Textinhalten arbeiten konnten. Dabei bekamen sie Unterstützung durch die Lehrkräfte der Grundschule, und  von ihren eigenen Deutschlehrerinnen. So entstanden Masken, um in die Rollen von Hase und Fuchs zu schlüpfen.
Bilder zum Ordnen der Textaussagen gehörten ebenso wie das Nacherzählen zum Aufgabenfeld. Der Regenbogenfisch  war im Klassenzimmer nicht mehr allein. Die Grundschülerinnen und -schüler gestalteten ihren Fisch und setzten ihn in ein Aquarium - entstanden aus Papptellern. Oder sie ließen einen Regenbogenfischschwarm auf blauem Papier entstehen, das das lebensnotwendige Wasser symbolisieren sollte.  Im Suchspiel, wie der Regenbogenfisch  durch die gefräßigen Haie zum Tintenfisch gelangen könnte, wurden verschiedene Wege gefunden. Zwei kreative, aber anstrengende Stunden arbeiteten Magdalena Behrend (8/1), Juelina Wills (8/2), Paulina Kalwa (9/2), Lucy Müller (9/1), Nena Wenzel (9/1), Josephine Ott (9/2), Friedericke Wauch (10b), Madlen Urbanski (10b), Florian Jachnow (10a) und Robert Hädicke (10a) wie sonst Lehrerin und Lehrer. Dabei stellte Magdalena fest, dass es den Mitgliedern ihrer Gruppe gut gelungen war, einen sonst nicht so aufmerksamen Schüler zum ruhigen und freudvollen Arbeiten geführt zu haben. Stolz  auf die eigene Leistung war da zu hören. Stolz konnten alle Lesepatinnen und -paten nach dieser Arbeit auch sein.
Die Entscheidung, wer beim Vorlesen in Klasse 2 die beste Leserin oder der beste Leser werden würde, lag in den Händen der Jugendlichen aus der Oberschule, die während der ersten Stunde als Jury agierten. Der Herausforderung, genau zuzuhören, auf Textrichtigkeit und Stimme zu achten und den Stand der Lesetechnik zu bepunkten, stellten sie sich gern und ermittelten fair und einstimmig den Sieger. Dieser sowie auch die Besten der Klassen 3 bis 6 bekamen eine Lesemedaille, die die Oberschülerinnen und Obeschüler selbst gestaltet und hergestellt hatten.
Seit Jahren ist der Vorlesetag der Grundschule Teil der kooperativen Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen und der Schülerschaft in Grund- und Oberschule Neutrebbin. Und jedes Jahr finden sich ganz unkompliziert Lesepatinnen und -paten.
Bei diesen Schülerinnen und Schülern möchten sich die Fachlehrerinnen und Lehrer herzliche bedanken. Damit verbunden sind Lob und Anerkennung.