Lebus (daf). Schülerinnen und Schüler der Burgschule in Lebus besetzten die Oder mit Jungstören.

Das Projekt „Wanderfisch” im Wissenschaftsjahr 2016/17 - „Meere und Ozeane” bot den Schülerinnen und Schülern der Burgschule in Lebus die Möglichkeit, sich aktiv an der Stör-Besatzaktion entlang der Oder zu beteiligen.
Eingebettet in ein umfangreiches Wiederansiedlungsprogramm wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und dem BildungsCent e.V. durchgeführt. Bevor es ans Praktische ging, erhielten die Schüler von  Jörn Gessner, dem wissenschaftlichen Projektleiter des IGB, zunächst einen theoretischen Einblick in das Wanderfisch-Projekt. Der Fachmann erzählte dabei so einiges über den Stör und seine Wanderlust. So schwimmt der Fisch zunächst in die salzhaltige Ostsee und kommt im geschlechtsreifen Alter wieder zurück zur „süßen” Oder.
Christian Herbst vom Bundesministerium für Bildung und Forschung freute sich besonders darüber, dass „Schüler mit der Wissenschaft zusammenkommen”. Die Projektleiterin vom BildungsCent e.V., Bianca Neumann, suchte am Projekttag den gemeinsamen Dialog mit den zwei Klassen, die sich an der Besatzaktion bei Lebus beteiligt hatten.
Die Kinder gaben rasch ihre ausführlichen Antworten. Und sie fanden durch Experimente heraus, dass die Oder rein ist. Außerdem versuchten sie, so zu essen wie Störe, indem sie Obst aus einem Eimer voller Wasser fischten - natürlich artgerecht mit dem Mund.
Zum Schluss setzten alle anwesenden Kinder ihren Stör, dem sie einen eigenen Namen geben durften, in die Oder. So nannte zum Beispiel Tyler seinen Stör „Mister Nibbles”. Tyler hat das Projekt sehr gefallen: „Es hat  viel Spaß gemacht”. Auch erstaunten ihn die Informationen über den Stör, der bis zu 150 Jahre alt werden kann. Natürlich fand er den Jungstör auch sehr süß.