Letschin (eb/geh). Die Klasse 7b der Theodor-Fontane-Schule Letschin hatte im Januar im 2. Landeswettbewerb von AGRARaktiv den 2. Platz belegt.

Sie hatten Fragen aus dem grünen Bereich und ländlichen Raum richtig beantwortetet. Dafür durften sie nun einen Ausflug in einen Landwirtschaftsbetrieb machen.
Aufgeregt standen die Mädchen und Jungen am 23. Mai mit ihrer Klassenlehrerin Tina Jablonsky vor der Schule und warteten auf den Bus. Es fuhr ein moderner Reisebus vor - mit Klimaanlage, was den Kindern bei diesem Wetter natürlich sehr willkommen war. Schnell hatten alle einen Platz gefunden.
Der erste Halt führte die Schülerinnen und Schüler in die Produktivgesellschaft Dannenberg mbH. Dort haben sie viele Kühe gesehen und eine „Kälber-Krippe“ kennengelernt, in der die Kälber artgerecht in Boxen gehalten werden, sodass sie nicht erkranken. „Wir haben viele Kälber gestreichelt und konnten nebenbei viel Wissen mitnehmen”, blicken Samira Bazda, Jorina Hohensee und Leonie Schröder auf die interessanten Stunden zurück. Die Kinder erlebten eine tolle Führung und konnten viele Fragen stellen. Sie erfuhren, dass die Wohlfühltemperatur der Kuh bei etwa 12 Grad Celsius liegt. So staunten sie über die Ventilatoren in den Stallungen. So etwas hätten sie nämlich auch gerne im Klassenraum, waren sich alle einig. Die Zeit verging leider viel zu schnell und nach einem kurzen Besuch im hauseignen Laden ging es dann in das Ökodorf Brodowin. Auf dem Weg dorthin konnten die Ausflügler schon die ersten gekauften Speisen aus Dannenberg verspeisen. Allgemeines Fazit: Schmeckt gut. In Brodowin angekommen, stand die gläserne Molkerei als erster Punkt auf dem Plan. An diesem Tag wurde Frischkäse hergestellt und die Jungen und Mädchen konnten den Ablauf durch die Fenster beobachten. Im täglichen Wechsel wird dort Mozzarella und Frischkäse verarbeitet. Es folgte auch hier eine Führung und alle waren erstaunt, dass der Hof in Brodowin so viel größer war. Interessantes gab es auch diesmal zu erfahren. Eine Kuh geht beim Melken gerne an den gleichen Melkroboter. Wird sie an einen anderen Platz gezwungen, gibt sie weniger Milch. Das war spannend. Gleich danach folgte der nächste Höhepunkt: Die Verkostung von selbstgemachten Produkten wie Käse und Schinken. Die Kinder tauschten sich untereinander aus und ließen sich alles gut schmecken. Gern wollten sie ihre Familien an den Produkten teilhaben lassen. „Wir befanden, dass alles sehr lecker war”, schreiben die Schülerinnen Samira Bazda, Leonie Schröder und Jorina Hohensee in einer E-Mail. Ihr Favorit, der Frischkäse, war an diesem Tag nicht mehr vorrätig. „Geschmacklich war dieser viel besser, als der industriell hergestellte”, fanden die Schüler. Um für die Eltern ein Mitbringsel zu haben, kauften auch die Schüler kräftig ein. Am Ende war der Hofladen fast leer. Und so endete für alle ein toller Tag mit vielen neuen Eindrücken.
In ihrem Bericht schreiben die Mädels: „Uns haben beide Betriebe sehr gut gefallen. Dannenberg ist sehr familiär geführt und Brodowin hat eine tolle technische Ausstattung”. Die Klasse 7b möchte sich besonders bei ihrer Biologielehrerin Susann Fiedrowicz für die Organisation der Fahrt bedanken.