Erkner (eb/geh). Silke Voges, parteilose Bürgermeisterkandidatin, kritisiert den Bahnlärm in Erkner.

„Haben auch Sie manchmal das Gefühl, dass die Züge mitten durch ihr Schlafzimmer fahren?”, fragt Silke Voges die Erkneraner. Der Schienenverkehr habe in den letzten Jahren erheblich zugenommen, schätzt die Bürgermeisterkandidatin in einer Pressemitteilung ein. Sie sagt: „Wir hier in Erkner hören diese Auswirkungen direkt”.  
Nicht bestreiten wolle sie die positiven Aspekte einer guten Bahnanbindung in ihrer Heimat. Jedoch sollten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor Lärm aller Art geschützt werden. In Erkner seien durch den Bahnlärm tagsüber zirka 860 Menschen einer potenziellen Gesundheitsgefährdung ausgesetzt. „Bei ungünstigen Windverhältnissen eher mehr”, so Voges. Hieran habe ihrer Einschätzung nach der geräuschintensive Güterverkehr erheblichen Anteil. „Manchmal ist es so laut, dass man doch das Gefühl hat, direkt auf einem Bahnsteig zu wohnen”, beschreibt sie die Situation.
Die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes aus dem Jahr 2015 weise Erkner als vom Schienenlärm belastetes Gebiet aus. Zuständig für Abhilfe sei die Deutsche Bahn AG. Silke Voges will wissen: „Aber warum ist hier noch nichts passiert, scheinen hier andere Grenzwerte zu gelten als beispielsweise in Friedrichshagen, wo es mittlerweile Lärmschutzwände gibt?” Voges ruft die Einwohner von Erkner auf, sich an der Lärmaktionsplanung an Haupteisenbahnstrecken des Bundes, den das Eisenbahnbundesamt gerade erarbeitet, zu beteiligen. Es werde neben dem Herausarbeiten von stark belasteten Strecken auch ermittelt, in welchen Gebieten es die meisten Beschwerden gibt.
Auf www.laermaktionsplanung-schiene.de finden Interessierte alle notwendigen Informationen. Diese erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung wird am Freitag, dem 25. August 2017 abgeschlossen sein.
Silke Voges: „Warum diese wichtige Maßnahme zur Öffentlichkeitsbeteiligung direkt in den Sommer gelegt wird, also in eine Zeit, in der viele im Urlaub sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Dazu konnte ich auch nichts finden”.