Eisenhüttenstadt (geh). Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 11. September steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten”.

Zur Auftaktveranstaltung im Landkreis Oder-Spree wird diesmal in ein Gebäude eingeladen, das auf den ersten Blick wohl nicht sofort als Denkmal wahrgenommen wird - in den Handwerkerhof in Eisenhüttenstadt. Um 10.30 Uhr werden Landrat Manfred Zalenga, Eisenhüttenstadts Bürgermeisterin Dagmar Püschel und Oliver Funke, Geschäftsführer der Gebäudewirtschaft die Gäste begrüßen.
Der in den Jahren 1958/59 errichtete Handwerkerhof bildet mit seinem quadratischen Innenhof die zentrale städtebaulich dominante Bebauung des IV. Wohnkomplexes in Eisenhüttensatdt. Der weitgehend bauzeitlich überlieferte Gebäudekomplex aus vier zweigeschössigen Flügeln mit abgewalmten Satteldächern beherbergte ursprünglich die verschiedensten Dienstleistungen. Gegenwärtig wird der Handwerkerhof zum Betriebssitz der Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft GmbH um- und ausgebaut. Am Tag des offenen Denkmals können Interessierte unter sachkundiger Führung mehr über die Geschichte des Hauses erfahren.
So auch in Müllrose. Dort steht am Tag des offenen Denkmals das historische Feuerwehrgerätehaus mit seinem hölzernen Schlauchturm im Vordergrund. Besucherinnen und Besucher können das Gebäude von 10 bis 14 Uhr besichtigen. Erbaut wurde es im Jahre 1925 zur Unterbringung technischer Ausrüstung der Müllroser Feuerwehr sowie zum Trocknen von Schläuchen im Turm. Seit 2005 können hier zwei Ausstellungen besucht werden - zum Müllroser Feuerwehrwesen und zur Schiffbau- und Schifffahrtsgeschichte. Ein Blickfang ist nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch ein Teil eines Schleppkahns und ein Löschfahrzeug von 1913. Das kann nur am 11. September 2016 aus nächster Nähe betrachtet werden. Nach Bedarf werden Führungen angeboten.
In der ehemaligen DDR setzten sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für die Erhaltung gefährdeter Denkmale ein. In Neuzelle gründete sich ein Parkaktiv, dessen Mitglieder sich um die Pflege und Erhaltung des Klostergartens verdient gemacht hatten. Über ihre Tätigkeit wird in einer Führung von ehemalig Tätigen informiert. Es sprechen Pfarrer Ansgar Florian, Dr. Winfried Töpler, Sven Budach, Peter Kaufmann, Pfarrer Martin Groß und Uwe Vollmar zu Themen wie „Ein Dach für Jahrhunderte - Der Dachstuhl der Stiftskirche St. Marien”, „Schüler und Schule im Denkmal - Erfahrungen aus dem Alltag” oder „Das Neuzeller Parkaktiv - Die Pflege des Klostergartens in der DDR”.
Am Tag des offenen Denkmals werden auch kostenlos Führungen durchgeführt. Anmeldungen und Treffpunkt für die Führungen sind am Klosterportal. Voranmeldungen sind nicht erforderlich. Für die Dachstuhlführung werden am Infostand Klosterportal ab 11 Uhr Eintrittskarten ausgegeben.
Auch die Tore der Burg Beeskow werden geöffnet. Auf Führungen wird das Team des Beeskower Ingenieurbüros Wiebicke erläutern, wie die Bauarbeiten vorangehen und was es im Alten Amt und seinen Nebengebäuden künftig an Neuem geben wird. Die Führungen beginnen um 14 und um 16 Uhr auf dem Burghof und sind kostenfrei.