Eisenhüttenstadt (geh). Baustaatssekretärin Ines Jesse hat in Eisenhüttenstadt Förderbescheide aus den Bund-Länder-Programmen Stadtumbau-Ost und „Soziale Stadt“ überreicht.

Insgesamt werden mehr als drei Millionen Euro für Projekte bis 2020 zur Verfügung gestellt. Für die Sanierung von 80 Wohnungen der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft wurden zwei Förderverträge mit insgesamt fünf Millionen Euro übergeben.
„Der Stadt Eisenhüttenstadt ist es hervorragend gelungen, verschiedene Förderprogramme erfolgreich zu bündeln. Das kann man überall in der Stadt sehen. Die Sanierung im Denkmalbereich ist weit fortgeschritten. Die Innenstadt ist als Wohnstandort attraktiv für alle Generationen. Für diese Strategie wurde die Stadt mit dem Deutschen Bauherrenpreis 2015 ausgezeichnet. Wir wollen diesen Prozess auch weiterhin unterstützen“, sagte Staatssekretärin Ines Jesse bei der Übergabe der Förderbescheide.
Aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost - Teilprogramm Aufwertung“ fließen eine Million Euro, teilweise mit einem erhöhten Fördersatz von 80 Prozent, unter anderem in die weitere Sanierung und den barrierefreien Umbau des Rathauses und in die Erneuerung der Maxim-Gorki-Straße im Denkmalbereich WK III. Aus dem Programm „Stadtumbau Ost - Sanierung, Sicherung und Erwerb“ stehen 965.000 Euro Bundes- und Landesmittel bereit, um die Sanierung denkmalgeschützter Wohngebäude in der Straße der Republik im Rahmen der Spitzenfinanzierung zu unterstützen. Für den Abriss der nicht mehr benötigten Schule am Diesterwegring werden 750.000 Euro aus dem Programm „Stadtumbau Ost - Rückführung/Anpassung der städtischen Infrastruktur“ zur Verfügung gestellt.
Aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ kommen  350.000 Euro unter anderem für das Stadtteilbüro „offis“, für kleinteilige Projekte zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Quartier sowie für die Aufwertung der Heinrich-Heine-Allee, um hier die Aufenthaltsqualität der Grünachse zu verbessern. Auch hierfür bringt die Stadt nur einen 20-prozentigen Eigenanteil statt 33 Prozent auf.
Die Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft hat für die Sanierung von zwei Wohnblöcken mit insgesamt 80 Wohnungen zwei Förderzusagen (Baudarlehen) über fünf Millionen Euro erhalten. Es werden in den Projekten Friedensweg 12 bis 16 und 24 bis 28 unter anderem Wohnungen neu zugeschnitten, Bäder modernisiert und neue Balkone angebaut.
Durch den Einbau von vier Aufzügen können 36 Wohnungen barrierefrei erreicht werden. 40 der 80 Wohnungen sind mietpreis- und belegungsgebunden, wovon 20 Wohnungen in den beiden Blöcken nachgewiesen werden. Berechtigte Mieterinnen und Mieter zahlen Mietobergrenzen von 4,90 Euro beziehungsweise 5,50 Euro pro Quadratmeter.
Insgesamt wurden in Eisenhüttenstadt für die Stadtentwicklung seit 1991 knapp 70 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden rund 130 Millionen Euro für mehr als 3.700 Wohnungen bewilligt.