Frankfurt/Oder (gla). Der Allgemeine Studentische Ausschuss (AStA) will Pendler davon überzeugen, nach Frankfurt zu ziehen.

Zur Unterstützung der Kampagne war Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke zu Gast im Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Europa-Universität. Dort stellte er sich den Fragen von Georg Gauger, Referent für Hochschulpolitik, Außen- und Städtepolitik beim AStA, zum Imageproblem der Doppelstadt an der Oder.
Zu Beginn des Gesprächs bat Gauger den Oberbürgermeister, seinen Lieblingsort auf dem Stadtplan zu markieren. Dr. Wilke wählte den Steinbockbrunnen vor dem Bibliotheksgebäude. Dann erhielt das Stadtoberhaupt die Gelegenheit, für seinen Heimatort zu werben. „Frankfurt muss man auch lieben lernen“, erklärte Dr. Wilke. Es sei eine Stadt, die sich bewegt, die nach vorne will. Als Beispiele nannte er die vielen Kulturprojekte. Auch würden in Frankfurt dreimal mehr Firmen gegründet als im Bundesdurchschnitt. „Entdecken wir gemeinsam Frankfurt und versuchen wir, etwas für Frankfurt zu tun und es interessanter zu machen.“
Viele Menschen fänden nach dem Studium keine Perspektive in der Stadt, merkte Georg Gauger an. Dr. Wilke erwiderte, es wäre durchaus normal, dass junge Leute nach dem Studium wegziehen. „Wir wollen, dass viele in die Welt gehen und irgendwann zurückkommen“, sagte der Oberbürgermeister. „Wer kreativ ist und wer sich von einem Standort inspirieren lassen will, der ist hier richtig.“
Nach dem Interview konnten anwesende Studenten Fragen stellen. Dabei wurde kritisiert, dass der Bus 983 nur selten an der Viadrina hält und der Fahrplan ungünstig für Studierende sei. Dr. Martin Wilke sagte zu, mit der Stadtverkehrsgesellschaft über Modifizierungen zu sprechen.