Frankfurt/Oder (geh). Jaqueline Eckardt wurde in der vorigen Stadtverordnetenversammlung zu neuen Kinderbeauftragten berufen.

Unter zwei Bewerbungen haben sich die Entscheider für Jaqueline Eckardt entschieden. „Wir waren sehr beeindruckt von ihren Worten”, sagte Sandra Seifert, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Die Bewerberin habe sich hier wegen ihrer enormen Kompetenz und der Vielfalt in ihrem beruflichen Werdegang durchsetzen können. In der Vorlage für die Stadtverordneten stand weiter: „Frau Eckardt verfügt über ausgezeichnete kommunikative und moderierende Fähigkeiten und zudem über vielfältige Erfahrungen im Bereich der Jugendhilfe und angrenzender Bereiche. Sie bringt ein gutes Gespür für Kinder und eine ausgeprägte Begeisterungsfähigkeit mit. Frau Eckardt zeichnet sich durch die Sicht auf das Kind, durch partizipative Ansätze sowie durch einen offenen Blick auf Kinder und Familien in ihren Sozialräumen aus”.
Jaqueline Eckardt ist 43 Jahre alt und verheiratet. Mit ihrem Mann den beiden Töchtern lebt sie seit fast zwei Jahren in Frankfurt (Oder). Als sie damals hier angekommen ist, war sie „begeistert von dieser Stadt und dem, was sie Familien zu bieten hat”, erzählte sie den Stadtverordneten in einer kurzen Ansprache.
Schon mit sechs Jahren wollte Jaqueline Eckardt Erzieherin werden. Und noch heute liebt sie diesen Beruf. Ihr beruflicher Hintergrund trage dazu bei, das Wohl der Kinder immer im Auge zu haben. Auch wenn Partizipation und Teilhabe in aller Munde sind und die Rechte der Kinder nicht nur Pädagogen, sondern auch Politiker beschäftigen, sei das nicht selbstverständlich. „Mit meiner Berufung in dieses Amt sind Sie gewillt, mit Kindern in den Austausch zu treten”, hat Jaqueline Eckardt den Stadtverordneten zu bedenken gegeben. Ihr Ziel sei es, Kindern Raum zu geben, sich entfalten zu können. Sie will die Bildungschancen der Kinder erhöhen und die Eltern stärken, wobei auch die Kinderarmut betrachtet werden müsse. Wichtig sei, dass alle Familien von einander lernen können und Kinder in der Gestaltung ihres Lebensraums einbezogen werden. Jaqueline Eckardt: „Denn sie müssen darin leben”. Mit ihren Argumenten konnte die 43-Jährige die Stadtverordneten überzeugen. Sie entschieden einstimmig für die Berufung von Jaqueline Eckardt zu Kinderbeauftragten. Wolfgang Neumann, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung gratulierte ihr als erster, Oberbürgermeister René Wilke schloss sich an.
Bei der Kinderbeauftragten handelt es sich um ein Ehrenamt, das sich als Stimme der Kinder der Stadt Frankfurt (Oder). In dieser Funktion wird Jaqueline Eckardt an den Sitzungen des Jugendhilfeausschusses, beratendes Mitglied der AG Kinderschutz sein und sich an grundsätzlichen Diskussionsprozessen zur Situation von Kindern beteiligen. Die Kinderbeauftragte ist eine unabhängige zentrale Anlaufstelle und direkt ansprechbar für Kinder, Jugendliche und Familien. Sie setzt sich für mehr Kinderfreundlichkeit in der Stadt ein und berät in diesem Sinn auch öffentliche Verwaltungen.