Slubice (daf). Die Stadtverordneten und Verwaltungsmitarbeiter der Partnerstädte Frankfurt (Oder) und Slubice starteten im Collegium Polonicum mit einem Jahrestreffen.  

Zunächst begrüßten die beiden Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlungen, Mariusz Olejniczak auf Slubicer Seite und Wolfgang Neumann auf Frankfurter Seite die Gäste.
Im Anschluss daran wurde ein Video abgespielt, das die zahlreichen Zusammenarbeiten beider Städte im Jahr 2017 zusammenfasste, darunter gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen wie das Unithea Festival, den Bunten Hering, den Lauf ohne Grenzen, die Spendenaktion des Wiederaufbaus der Kathedrale in Landsberg oder das Adventssingen am Jahresende.
Bevor die Pläne für das Jahr 2018 vorgetragen wurden, ergriffen Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke und Slubices Bürgermeister Tomasz Ciszewicz das Wort. Wilke sprach davon, dass zukünftige Ziele gemeinsam verwirklicht werden sollten. Dass die Zusammenarbeit „unverkrampft und persönlich” weitergehen sollte. Er lobte die Studenten beider Städte, die insgesamt für mehr „Internationalität sorgen”.
Tomasz Ciszewicz würdigte hingegen die „klugen Köpfe” im Saal, womit er vor allem die Stadtverordneten und Kommunalpolitiker meinte, die die Zukunft der Städte mitgestalten. Auch er halte die bisherige Kooperation für eine gute, aber es sei noch nicht die Spitze. Sie solle weiter ausgebaut werden. Er wünscht sich, ein Vorbild für andere deutsch-polnische Kommunen zu sein.
Sören Bollmann, Leiter des Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrums gab einen Ausblick auf die Pläne und Zusammenarbeiten beider Verwaltungen. Bereits im Vorjahr sei der Startschuss für das Interreg-Projekt „Europäische Modellstadt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Frankfurt (Oder) & Slubice” gegeben worden. Für die Bereiche Bildung, Kultur und Tourismus stellte Bollmann Ziele und Maßnahmen vor. Neben der Integration der Bürger und der Vermarktung neuer touristischer Projekte wurde auch die Stärkung der Kooperation zwischen den Verwaltungen angesprochen. Dazu gehöre der Abbau von Sprachbarrieren in den Verwaltungen. Carola Christen, Leiterin der Volkshochschule stellte geplante Sprachkurse für Verwaltungsmitarbeiter und Stadtverordnete vor.  
Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke, Bürgermeister Tomasz Ciszewicz, Rafal Dydak, Kämmerer von Slubice,  und Niels Helle-Meyer, Kanzler der Europa-Universität unterzeichneten schließlich die Partnerschaftsvereinbarung für das Interreg-Projekt „Europäische Modellstadt”.
Ehe es ans Buffet ging, sorgte Steffen Möller  in seiner gut 45-minütigen Vorstellung für einige Lacher. Der Kabarettist, der als Dozent für Deutsch an der Universität Warschau tätig war, wurde außerdem für seine Verdienste um das deutsch-polnische Verhältnis mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Außerdem ist er Schauspieler und Autor. In seinem Programm „Dzien Dobry - Tag Guten” brachte er auf humorvolle Weise die Gemeinsamkeiten beider Länder zum Vorschein.